(stm)
Eine Bürgerinitiative in der Schweriner Weststadt macht seit einigen Tagen mobil gegen den geplanten Bau eines Parkhauses auf der Grünfläche zwischen der Hyparschale und dem Hochhaus. Nachdem der Galerist Schrör bereits eine Online-Petition gestartet hatte, soll es nun durch eine weitere Intiiative verpflichtender werden.
Mit einem Einwohnerantrag nach § 18 der Kommunalverfassung Mecklenburg-Vorpommern fordert die Initiative „Parkhaus? NEIN DANKE!“ den Stopp aller Bauvorbereitungen. Durch 2000 Unterstützerinnenunterschriften wird dann der Antrag dann unabhängig stellvertretend durch den Vertretungsberechtigten Ronny Alex an die Stadtvertretung gestellt.
Hintergrund: Parkhaus-Pläne der Stadt
Bereits im Januar 2024 wurden Pläne der Stadt bekannt, auf der Fläche ein Parkhaus mit über 350 Stellplätzen zu errichten (schwerin.news berichtete). Die Stadt argumentierte mit einer Entlastung der Parksituation in der Nähe der Kongresshalle. Doch die Anwohner sehen das kritisch: „Die Grünfläche ist ein unverzichtbarer Lebensraum für Tiere und Pflanzen sowie ein wichtiger Erholungsort für uns“, erklärt Ronny Alex, Initiator des Einwohnerantrages.
Einwohnerantrag: Das wird gefordert
Der Antrag richtet sich direkt an die Stadtvertretung und fordert:
„Die Stadtvertretung soll den Oberbürgermeister beauftragen, sämtliche Aktivitäten rund um den geplanten Bau eines Parkhauses auf der wertvollen Grünfläche zwischen der Hyparschale und dem Hochhaus einzustellen.“
Als Begründung nennt die Initiative:
- Erhalt des architektonischen Ensembles der Ostmoderne (Hyparschale und Hochhaus),
- Schutz der Biodiversität auf der innerstädtischen Grünfläche,
- Wahrung eines Naherholungsgebiets für Anwohner und Familien.
So können Bürger mitmachen
Um den Antrag einzureichen, benötigt die Initiative mindestens 2.000 Unterschriften wahlberechtigter Schweriner. Die Unterschriftenliste kann auf der Website der Initiative heruntergeladen werden. Ausgefüllte Listen sollen an Ronny Alex, Carl-Moltmann-Straße 02, 19059 Schwerin, gesendet werden.
Lesen Sie dazu auch gerne:
Autos statt Hunde. Hundwiese in Weststadt soll Parkhaus werden. – schwerin.news
Galerist will Anerkennung eines „Ostmoderne-Ensemble Lambrechtsgrund“. – schwerin.news












4 Antworten zu „2000 Unterschriften sind das Ziel. Schweriner startet Einwohnerantrag für Erhalt von Grünfläche in der Weststadt“
So ein Parkhaus, gleich in welcher Form, ist schon lange überfällig. Der jetzige Zustand ist eine Zumutung für die Anwohner wenn Veranstaltungen im Lambrechtsgrund stattfinden. Parkhaus sofort !!!!
Immer nur dagegen und nie zum Kompromiss bereit. Das ist der Deutsche.
Ich selber bin von dem Parkplatzproblem der Kongresshalle betroffen. Bei Veranstaltungen parken viele Besucher kreuz und quer in der Weststadt. Straßenlärm durch Parkplatzsuchende. Es wird teilweise auf Rasenflächen geparkt und damit zerstört. Das ist für den Unterschriftensammler okay ? Das werde ich definitiv nicht unterschreiben !!!
Vorschlag: Parkhaus ja. Aber das darf nicht über die Hundewiese ragen. Diese sollte sogar erweitert werden. Das Parkhaus sollte ein begrüntes und bepflanztes Dach haben. Dann würde sogar was für die Hundebesitzer rausspringen und es bleibt grün.
Fakt ist, dass die Kongresshalle ein Parkhaus dringend braucht. Und für Besucher der Veranstaltung sollte das parken dann auch kostenlos sein. Dann entfällt der nervende Straßenverkehr in der Weststadt.
Solch ein Schreiben würde ich sofort unterschreiben !!!
Sehr geehrter Herr Anonymus. Das Problem mit den Autos löst man im jahr 2025 nicht mit weiteren Parkplätzen oder Üarkhäusern, sonder mit einem gut organisierten Park&Ride System. Und Grünflächen zuzubetonieren ist auch nicht gerade das sinnvollste.
Die Autos lösen sich ja nicht in Luft auf, wenn es das Parkhaus nicht gibt. Sie werden durch die den Veranstaltungsorten benachbarten Straßen fahren und dort parken. Parkhäuser sind einfach die perfekte Lösung, um möglichst viele Fahrzeuge auf möglichst wenig versiegelter Fläche unterzubringen.
Ein Parkhaus dort, wo Menschen zu Veranstaltungen hinfahren, ist ökologisch sinnvoll.
Ich finde es sehr irritierend, dass ökologisch ambitionierte Menschen sich hier vor den Karren spannen lassen.