(stm)
Wie die Stadt Schwerin in einer Pressemitteilung bekannt gab, warnt der Fachdienst Gesundheit eindringlich vor gefährlichen Cyanobakterien – besser bekannt als Blaualgen – in mehreren Badegewässern. Betroffen sind der beliebte Badesee Am Reppin und das Freibad Kalkwerder, wo die Situation so bedrohlich wurde, dass der Badebetrieb am Donnerstag eingestellt werden musste.
Bereits am 27. August 2025 entdeckten Experten bei einer Routinekontrolle am Reppin das typische Erscheinungsbild: eine massive Konzentration der Bakterien mit intensiver Grünfärbung des Wassers. Nur einen Tag später meldete die DRK-Wasserwacht denselben Befund im Freibad Kalkwerder. Die dort gefährlich reduzierte Sichttiefe machte eine sofortige Schließung notwendig – zu groß war das Risiko für die Sicherheit der Badegäste. Auch am Zippendorfer Strand müssen Besucher mit Blaualgen rechnen.
Die mikroskopisch kleinen Organismen sind alles andere als harmlos: Schon beim Kontakt mit der Haut können sie Reizungen verursachen. Wer Wasser verschluckt, riskiert Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Besonders gefährdet sind Säuglinge und Kleinkinder – Eltern sollten ihre Kinder keinesfalls in den grünlich verfärbten Uferbereichen spielen lassen.
Die Stadt reagierte umgehend: Die Überwachung der Badegewässer wurde massiv verstärkt, Warnschilder vor Ort informieren die Besucher. Da die Ausbreitung der Cyanobakterien stark von Wind und Wetter abhängt, kann sich die Lage binnen weniger Stunden verändern.
Aktuelle Informationen über die Aufhebung der Warnung sind im Badegewässerportal MV sowie auf www.schwerin.de abrufbar.



















