(stm)
Die Stadt Schwerin passt die Abfallgebühren für die Jahre 2026 bis 2028 an. Während die Grundgebühr für alle Schweriner Haushalte leicht sinkt, steigen die Gebühren für die eigentliche Müllabfuhr, die sogenannten Leistungsgebühren, im Schnitt um 8,1 Prozent. Konkret bedeutet das: Die Grundgebühr pro Gebühreneinheit soll von 60,16 Euro auf 58,11 Euro pro Jahr gesenkt werden.
Wer jedoch eine klassische Mülltonne nutzt, soll tiefer in die Tasche greifen. So kostet eine 80-Liter-Tonne künftig 147,99 Euro statt bisher 136,85 Euro im Jahr. Für eine 120-Liter-Tonne steigt der Preis von 205,27 Euro auf 221,98 Euro.
Hintergrund der Anpassung, die Ende September von der Stadtvertretung beschlossen werden soll, sind gestiegene Kosten in der Abfallwirtschaft. Die Stadt führt mehrere Gründe an: Zum einen ist das zu entsorgende Müllvolumen entgegen früherer Prognosen nicht gesunken, unter anderem wegen der gewachsenen Einwohnerzahl in Großwohnanlagen. Zum anderen werden die Entsorgungsleistungen für Restmüll, Sperrmüll und Altpapier ab Mitte 2026 neu ausgeschrieben, was zu veränderten und teureren Vertragskonditionen führt.
Zusätzlich belasten nun auch Kosten aus der CO₂-Bepreisung nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) den Entsorgungsetat, die in der Vergangenheit noch nicht anfallen.
Ein Lichtblick ist eine Überschuss von rund 475.000 Euro aus den Vorjahren, der in der neuen Kalkulation berücksichtigt wird und die Gebührenerhöhung so etwas dämpft. Laut Stadtverwaltung soll die gesenkte Grundgebühr zudem einen Anreiz für die Bürger schaffen, ihren Müll besser zu trennen, um so die Menge des teurer werdenden Restmülls zu reduzieren. Die Gebührenänderung soll zum 1. Januar 2026 in Kraft treten.
Hier kann die Beschlussvorlage eingesehen und heruntergeladen werden:



















