(stm) Die Landeshauptstadt Schwerin will das Angebot geöffneter Schulhöfe als zusätzliche Spiel- und Bewegungsflächen für Kinder und Jugendliche anscheinend weiter ausbauen. Das geht zumindest aus einer Informationsvorlage des Oberbürgermeisters hervor, die auf der kommenden Stadtvertretung vorgelegt wird. Doch das Projekt ist nicht unumstritten.
Erste Erfahrungen überwiegend positiv
Bereits seit dem Schuljahr 2021/2022 stehen mehrere Schulhöfe im Stadtgebiet außerhalb der Unterrichtszeiten für die quartiersbezogene Nutzung offen – darunter die Bertolt-Brecht-Schule, die Grundschule John Brinckman, die Nils-Holgersson-Schule, das Sonderpädagogische Förderzentrum „Am Fernsehturm“ sowie der Weststadt-Campus.
Eine im Dezember 2024 durchgeführte Befragung von Schulleitungen und Hausmeistern zeigt: Die Öffnung wird nach Angaben der Stadt im Umfeld überwiegend positiv wahrgenommen. Negative Begleiterscheinungen wie Vandalismus oder starke Verschmutzungen traten nur vereinzelt auf. Der zusätzliche Aufwand beschränke sich im Wesentlichen auf die regelmäßige Müllbeseitigung vor Schulbeginn.
Herausforderungen bleiben
Trotz der positiven Bilanz wurden in Einzelfällen Probleme sichtbar. Dazu zählen zusätzlicher Zeitaufwand für das Personal, vereinzelte Beschwerden wegen Lärmbelästigung sowie Mehraufwand bei Reparaturen. Diese Aspekte sollen bei der weiteren Planung berücksichtigt werden.
Perspektive: Mehr Standorte, frühzeitige Planung
Aus fachlicher Sicht hält die Verwaltung eine Ausweitung des Projekts für möglich. Neue Schulstandorte sollen schrittweise geöffnet werden – stets in enger Abstimmung mit den jeweiligen Schulen und Hort-Einrichtungen. Bei künftigen Neubauten und Sanierungen sollen Aspekte der öffentlichen Nutzbarkeit von Anfang an stärker in die Planung einbezogen werden.
Eine Ausnahme bildet allerdings die Albert-Schweitzer-Schule, die aufgrund baulicher Umgestaltungen und besonderer pädagogischer Anforderungen vorerst nicht für die quartiersbezogene Nutzung freigegeben werden soll.
Die Öffnung von Schulhöfen hat sich in Schwerin als Ergänzung zum bestehenden Spielplatzangebot nach Ansicht der Stadtverwaltung bewährt.
Auch wenn organisatorische und praktische Herausforderungen bestehen, sieht die Stadt in dem Modell einen wichtigen Beitrag für mehr Aufenthalts- und Bewegungsräume im urbanen Raum – und will es künftig ausweiten.
Bei einer Stichprobenbefragung hat http://www.schwerin.news mehrere Beschwerden von Schulen erhalten. So entspannt wie die Stadt sehen es die befragten Mitarbeiteroinnen und Mtarbeiter nicht. In den kommenden Tagen werden wird deswegen weiter nachfragen und die Erfahrungen aus einzelnen Schulen widergeben.
Wenn Sie die Ergebnisse und unsere Eindrücke dazu nicht verpassen wollen, abonnieren Sie http://www.schwerin.news gerne kostenfrei:
Hier kann die Informationvorlage und die Umfrage eingesehen und heruntergeladen werden:

















