(stm)
Die Stadtvertretung setzt bei der Aufarbeitung der Plastikfunde am Ziegeleiteich auf Anschauung vor Ort: Für Mittwoch, 29. Oktober 2025, 16 Uhr, wird zu einem Termin auf das Gelände der ALBA Nord GmbH, Ziegeleiweg 12, eingeladen. Eine Anmeldung sei nicht erforderlich; eingeladen sind alle Mitglieder der Stadtvertretung. Damit reagiert die Verwaltung auf den politischen Wunsch, offene Fragen zur Vermüllung öffentlicher Flächen am und um den Teich im direkten Umfeld des Recyclingstandorts zu klären.
Der Ziegeleiteich grenzt unmittelbar an das ALBA-Gelände im Gewerbegebiet Lankow. Seit längerem dokumentieren Anwohnerinnen und Anwohner sowie lokale Medien Verpackungsabfälle im Uferbereich und angrenzenden Grünflächen. Im Frühjahr 2025 fielen bei einer Reinigungsaktion nach Medienangaben Dutzende Säcke mit Kunststoffmüll an; die Funde wurden dem benachbarten Recyclingbetrieb zugerechnet. Die Stadtverwaltung erklärte zwischenzeitlich, das Problem sei gelöst, doch Videoaufnahmen und Fotodokumentationen nährten Zweifel an einer nachhaltigen Abhilfe.

Zustände auf öffentlicher Fläche wie auf einer Deponie
ALBA verwies in der Vergangenheit in Stellungnahmen auf getroffene Präventions- und Reinigungsmaßnahmen sowie auf Störeinflüsse wie eine „Rabenplage“, die Verpackungsreste aus Zwischenlagern verschleppe. Unternehmensvertreter betonen, man betreibe ein „sauberes Unternehmen“ und gehe den Ursachen nach. Gleichwohl zeigen wiederholte Begehungen und Bildmaterial aus dem Jahr 2025 weiterhin sichtbare Kunststoffreste im Umfeld des Biotops.
Der Ortstermin soll nun klären, in welchem Umfang Abfälle vom Werksareal auf angrenzende, öffentlich zugängliche Bereiche gelangen, welche baulich-organisatorischen Vorkehrungen (Abdeckungen, Einhausungen, Netze, Logistik) bestehen – und wie deren Wirksamkeit dokumentiert wird.
Für die kommunale Ebene hat der Fall mehrere Dimensionen. Zum einen betrifft er die Ordnung und Sauberkeit öffentlicher Flächen sowie den Schutz eines ortsnahen Gewässers, das im städtischen Umfeld als Erholungs- und Grünbereich wahrgenommen wird; zum anderen berührt er Fragen der aufsichtlichen Zuständigkeiten sowie mögliche vertrags- und genehmigungsrechtliche Konsequenzen gegenüber dem Betreiber. Die Erwartung an den Termin ist daher hoch: Es geht um belastbare, überprüfbare Zusagen zu Reinigung, Vorbeugung und Monitoring – und darum, wie künftig Abfallfluchten in den öffentlichen Raum zuverlässig unterbunden werden.
http://www.schwerin.news wird im Anschluss des Vor-Ort termines über den aktuellen Zustand berichten.


















