(stm)

Der Vor-Ort-Termin am Mittwoch bei ALBA Nord am Ziegeleiweg hat ein zweigeteiltes Bild geliefert.

Auf dem Betriebsgelände wird nach Angaben des Unternehmens die vormals freiluftige Zwischenlagerung inzwischen in einer überdachten Halle vorgenommen. Damit sollen Einträge leichter Kunststofffraktionen in das angrenzende Gelände verhindert werden.

Entlang der öffentlichen Flächen am Ziegeleiteich wirkt der Bereich auf den ersten Blick tatsächlich aufgeräumter als noch vor einigen Monaten. Bei genauerem Hinsehen zeigte sich jedoch, dass unter Laub und zwischen Geäst weiterhin zahlreiche kleine Plastikteilchen liegen.

Kurios: Ein Abtrag der obersten Bodenschicht komme, so die Verwaltung vor Ort, wegen des Biotopstatus des Uferbereichs nicht in Betracht. Das bedeutet: Unter wenigen Zentimetern Boden- und Laubschicht finden sich weiterhin auch größere Rückstände (Plastikbecher, Tüten…), die sich nicht ohne weiteres mechanisch entfernen lassen.

An der Besichtigung nahmen neben Vertretern des Unternehmens mit Geschäftsführer Ralf Drexler der Umweltdezernent Nottebaum und der Fachdienstleiter Umwelt, Dr. Meyer-Kohlstock, sowie Mitglieder des Umweltauschusses und Stadtvertreter teil.

Verbesserungen ja, aber…

Eingeladen hatte das Büro der Stadtvertretung im Zusammenhang mit der Beschlussvorlage 01472/2025 „Verschmutzung des Ziegeleiteichs in Lankow durch Plastikmüll“.

Der Rundgang sollte den aktuellen Zustand klären – und er tat es nur teilweise zu Zufriedenheit aller. Zwar wurde der Eindruck einer spürbaren Entspannung im Vergleich zum Sommer mehrfach bestätigt, vollständige Entwarnung wollte jedoch niemand so wirklich geben.

Denn die kleinteiligen Funde im Uferbewuchs belegen, dass der Alt-Eintrag noch nicht beseitigt ist und regnerische Witterung die Pladtikteile erneut an die Oberfläche spülen und verteilen kann.

Regelmäßige Reinigungen angekündigt

ALBA kündigte an, die Reinigung des Randbereichs fortzusetzen. Laut Geschäftsführer Drexler soll es auch in den kommenden Monaten regelmäßige, dokumentierte Sammelaktionen geben, um verbliebene Kunststoffreste systematisch zu entfernen.

Aus dem Kreis des Umweltausschusses war zu hören, man wolle den Standort in halbjährigen Abständen erneut in den Blick nehmen, um Fortschritte und Wirksamkeit der Maßnahmen zu bewerten. Dazu gehört aus Sicht mehrerer Teilnehmender, dass die jetzt etablierte Hallenlagerung dauerhaft eingehalten und der Reinigungsrhythmus transparent dokumentiert wird.

Für die Stadt bleibt der Fall damit eine Aufgabe zwischen Abfalllogistik und Biotopschutz. Die Umstellung der Lagerung verringert die Risiken neuer Einträge, doch die Vergangenheit liegt noch im Unterholz. Ob die Kombination aus manueller Reinigung, regelmäßiger Kontrolle und betrieblichen Vorkehrungen genügt, wird sich erst zeigen, wenn die Uferstreifen auch jenseits des „ersten Blicks“ frei von Plastik sind. Bis dahin gilt: verbessert, aber nicht gelöst.

Zustand des Teiches unverändert

Über den Zustand des Teiches gab es indes keine neuen Informationen. Im Rahmen der 2026/2027 sowieso angedachten Sanierungsmaßnahmen Sodemansche Teich/Ziegeleiteich, für die aktuell Fördermittelbeantragung vorbereitet wird, soll das Gewässe „sowieso“ einmal abgepump werden.

Das Thema Alba und Vermüllung am Ziegeleiteich ist somit auf einen guten Weg. Für die Kommunalpolitik und das Unternehmen heißt es nun:

Dranbleiben.


Und dranbleiben – das wird http://www.schwerin.news ebenfalls tun. Wenn Sie Beiträge wie diesen nicht verpassen wollen abonnieren Sie uns gerne kostenfrei:


Werbung:



Werbung:





Entdecke mehr von schwerin.news

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Auch interessant: