(fab)

Im Kulturforum Schleswig-Holstein-Haus wird am 4. Dezember über ein Thema gesprochen, das viele junge Menschen in Ostdeutschland unmittelbar betrifft: Wie fühlt es sich an, in einem Land aufzuwachsen, das offiziell längst „vereint“ ist – in dem sich aber trotzdem noch viele Gräben zeigen?

Die Initiative „WIR. Erfolg braucht Vielfalt“ lädt gemeinsam mit dem Kulturforum zu einer Lesung und einem anschließenden Gespräch mit der Autorin und Politikwissenschaftlerin Nora Zabel ein. Beginn ist am Donnerstag, 4. Dezember 2025, um 19 Uhr im Schleswig-Holstein-Haus, Puschkinstraße 12, Einlass ist bereits ab 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, um eine kurze Anmeldung per Mail an wir@erfolg-braucht-vielfalt.de wird gebeten.

Zabel stammt aus Mecklenburg-Vorpommern und hat mit „Vereint in Zerrissenheit – Die ostdeutsche Generation Z zwischen zwei Welten“ ein Sachbuch vorgelegt, in dem sie die Lebensrealität junger Ostdeutscher beschreibt. Sie geht der Frage nach, wie ihre Generation geprägt ist von Transformations­erfahrungen in den Familien, von gesellschaftlichen Brüchen und vom Gefühl, trotz aller Einheit immer noch „zwischen zwei Welten“ zu stehen.

In Schwerin stellt die Autorin ihr Buch vor und diskutiert gemeinsam mit Anne Drescher, der früheren Landesbeauftragten für die Aufarbeitung der SED-Diktatur, und Moritz Gieseler, Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung, wie sich das DDR-Erbe bis heute auf Biografien, Einstellungen und politische Debatten auswirkt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie es gelingen kann, gesellschaftliche Gräben zu überwinden und mehr Gleichberechtigung zwischen Ost und West – aber auch innerhalb der ostdeutschen Gesellschaft – zu erreichen.

Getragen wird die Veranstaltung von der Initiative „WIR. Erfolg braucht Vielfalt“, einem landesweiten Bündnis, das seit 2008 für ein demokratisches, weltoffenes Mecklenburg-Vorpommern wirbt und zivilgesellschaftliche Initiativen stärkt, die sich für Vielfalt und Zusammenhalt einsetzen.

Das Schleswig-Holstein-Haus in der Schweriner Schelfstadt ist seit Jahren ein zentraler Ort für Lesungen, Diskussionen und Ausstellungen. Das historische Backsteingebäude wird regelmäßig für kulturelle und politische Veranstaltungen genutzt – auch diesmal soll es Raum bieten für Austausch, Widerspruch und neue Perspektiven.

Nach der Lesung ist Zeit für Fragen aus dem Publikum und das Gespräch mit den Gästen. Wer sich für ostdeutsche Perspektiven, Generationenfragen und Demokratie­debatten interessiert – oder einfach neugierig ist, wie die „Generation Z“ in Ostdeutschland auf dieses Land schaut – findet hier einen niedrigschwelligen Einstieg.


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