(fab)
In Bad Kleinen ist es am Donnerstagabend zu einem tödlichen Gewaltverbrechen gekommen. Nach einer gemeinsamen Erstmitteilung der Staatsanwaltschaft Schwerin und des Polizeipräsidiums Rostock kam es im Umfeld eines Schnellimbisses (Dönerladen am Netto) in Bad Kleinen zu einem schweren Vorfall zwischen zwei Männern.
Nach bisherigem Stand soll nach Angaben der Polizei ein 37-jähriger Tatverdächtiger gegen 18:30 Uhr einen anderen Mann angegriffen haben. Der Geschädigte wurde dabei so schwer verletzt, dass er an den Folgen des Angriffs verstarb. Der Tatverdächtige konnte nach Angaben der Polizei und Staatsanwaltschaft von sofort alarmierten Polizeikräften überwältigt und vorläufig festgenommen werden.
Über ein mögliches Tatmotiv, die Beziehung zwischen Tatverdächtigem und Opfer sowie zur Identität des Getöteten machen die Ermittler bislang keine Angaben. All das sei Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Ob ein rassistisch motivierter Angriff stattfand, und ob der Einsatz eines Messers zum Tode des Opfers führte – wie es derzeit in einigen regionalen Social media Kanälen behauptet wird, ist noch unbestätigt. Auch die zuständige Polizeidienstelle wollte am späten Abend auf telefonische Anfrage keine weiteren Informationen bekannt geben.
Der Bereich rund um den Schnellimbiss nahe des Marktes wurde am Abend weiträumig abgesperrt. Einsatzfahrzeuge, Flatterband und die Arbeit der Kriminaltechnik bestimmten das Bild. Gleichzeitig blieb in Sichtweite mancherorts der Alltag sichtbar: Geschäfte hatten geöffnet, Mitarbeitende gingen ein und aus, Kunden holten sich noch etwas zu essen – eine Situation, die auf Beobachter befremdlich wirkte.
Die Ermittlungen führt die Staatsanwaltschaft Schwerin, die für die nächsten Tage eine Stellungnahme angekündigt hat. Die am Abend veröffentlichte Erstmitteilung beruht auf dem Informationsstand von 22:30 Uhr. Mit weiteren Erkenntnissen kann sich die Einordnung des Geschehens noch verändern. Für den festgenommenen deutschen Tatverdächtigen gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.
Sobald Behörden weitere gesicherte Informationen zu Hintergründen, Identität des Opfers oder möglichen Zeugenaufrufen veröffentlichen, wird schwerin.news nachberichten.

















