(stm)
Die Vorbereitungen für den ersten inhaltlichen Bürgerentscheid in der Geschichte der Landeshauptstadt laufen an – und kosten Geld. Die Aktiven des Bürgerbegehrens zum Erhalt des Stadtteilparks an der Kieler Straße haben deshalb einen Spendenaufruf gestartet, um ihre Kampagne bis zum Entscheid am 25. Januar 2026 finanzieren zu können. Der Aufruf läuft über die Plattform GoFundMe unter dem Titel „Mit deiner Hilfe zum erfolgreichen Entscheid“.
https://www.gofundme.com/f/mit-deiner-hilfe-zum-erfolreichen-entscheid
Hinter dem Spendenaufruf stehen Bürgerinnen und Bürger, die bereits das Bürgerbegehren organisiert und in wenigen Wochen mehr als 5.600 Unterschriften gesammelt haben. Aus dem Begehren ist inzwischen ein offizieller Bürgerentscheid geworden. Nun geht es darum, möglichst viele Wahlberechtigte in Schwerin zu erreichen und über die Abstimmungsfrage zu informieren. Die Abstimmung findet ausschließlich per Briefwahl statt, eine klassische Stimmabgabe im Wahllokal wird es nicht geben. Genau das macht aus Sicht der Initiativgruppe zusätzliche Aufklärungsarbeit nötig: Viele Menschen müssten zunächst erfahren, dass überhaupt ein Bürgerentscheid stattfindet, wie er funktioniert und worüber konkret abgestimmt wird.
https://www.gofundme.com/f/mit-deiner-hilfe-zum-erfolreichen-entscheid
Die Spenden sollen nach Angaben der Engagierten vor allem für Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt werden: gedruckte Informationsmaterialien, Plakate, Banner, Flyer, Aktionen im Stadtteil, Raummieten für Veranstaltungen und technische Ausstattung für Infoabende. Ziel ist es, die Hintergründe des Vorhabens – Verkauf und Bebauung des bisherigen Stadtteilparks – so transparent wie möglich darzustellen und auch jene Menschen zu erreichen, die nicht in sozialen Netzwerken unterwegs sind oder sich nicht regelmäßig mit Kommunalpolitik befassen. Hinzu kommen Kosten, die sich aus der Organisation regelmäßiger Treffen, und der Begleitung des Verfahrens ergeben.
Der zeitliche Rahmen ist eng. Der Bürgerentscheid ist auf den 25. Januar 2026 terminiert, mitten im Winter und kurz nach den Weihnachts- und Neujahrsfeiertagen. Die Unterlagen werden als Briefwahlunterlagen verschickt, die Wahlbeteiligung wird entscheidend sein. Damit der Entscheid wirksam wird, muss nicht nur eine Mehrheit für den Erhalt des Parks zustande kommen, sondern auch ein bestimmtes Beteiligungsquorum erreicht werden. Für die Initiativgruppe bedeutet das, dass sie nicht nur in Lankow, sondern stadtweit aufklären und mobilisieren muss.
https://www.gofundme.com/f/mit-deiner-hilfe-zum-erfolreichen-entscheid
Der Stadtteilpark an der Kieler Straße ist seit Jahrzehnten Teil des Quartiers. Er wird von Kindern, Familien und älteren Menschen genutzt und gilt vielen als „grüne Lunge“ des Umfeldes. Die Stadt plant, die Fläche zu verkaufen und mit einem Gewerbeobjekt, einigen teureren Wohnungen und einem größeren kostenpflichtigen Kundenparkplatz zu bebauen. Als Ausgleich sind kleinere Ersatzspielflächen an anderer Stelle vorgesehen. Genau diese Planungen haben den Widerstand ausgelöst, aus dem zunächst das Bürgerbegehren und nun der Bürgerentscheid entstanden sind.
Mit dem Spendenaufruf knüpfen die Aktiven an die Erfahrung an, dass demokratische Beteiligung nicht nur Zeit und Engagement, sondern auch finanzielle Mittel erfordert. Wer die Kampagne unterstützen möchte, kann dies über die GoFundMe-Seite tun.
Der Link lautet:
https://www.gofundme.com/f/mit-deiner-hilfe-zum-erfolreichen-entscheid
Es kann auch direkt überwiesen werden:
Spendenkonto: Lokale Agenda Westmecklenburg e.V., Sparkasse Mecklenburg-Schwerin, IBAN DE15 1405 2000 0301 1882 89
Verwendungszweck: „Bürgerentscheid Stadtteilpark Lankow“
Für viele der Engagierten ist der Bürgerentscheid mehr als eine Einzelfrage im Stadtteil. Sie verbinden damit die grundsätzliche Frage, wie Schwerin in Zukunft mit seinen öffentlichen Grünflächen umgeht und welchen Stellenwert Kinder, Jugendliche und Anwohnerinnen und Anwohner bei solchen Entscheidungen tatsächlich haben.

















