(red)

Schwerin hat jetzt Klarheit, was den Stimmzettel für die Oberbürgermeisterwahl am 12. April 2026 angeht: Der Wahlausschuss der Landeshauptstadt hat am heutigen in öffentlicher Sitzung im Stadthaus über die eingereichten Wahlvorschläge entschieden. Der Raum E70 im Erdegeschoss des Stadthauses war gut gefüllt.

Die Sitzung war zuvor per öffentlicher Bekanntmachung angekündigt worden. Auf der Tagesordnung standen der Bericht der Stadtwahlleiterin zur Vorprüfung der Unterlagen und anschließend die formale Entscheidung über die Zulassung der Wahlvorschläge.

Als Bewerberinnen und Bewerber wurden vorgeschlagen: Mandy Pfeifer (SPD/Die Linke), Sebastian Ehlers (CDU), Petra Federau (AfD), der parteilose Gastronom Heiko Steinmüller, Dr. Aileen Wosniak (ASK), Massimo De Matteis (Volt) sowie Lars Schubert (Einzelkandidat).

Federau nur knapp vor Nichtzulassung

Für teils hitzige Diskussion sorgte die Frage der Verfassungstreue der AfD Kandidatin Petra Federau. Die Stadtwahlleiterin Rickert berichtete von dem 80 Seiten Papier (www.schwerin.news berichtete – Papier hier verlinkt) – dass nach ihrer Aufassung allerdings keine ausreichenden Tatsachen liefert um an Federaus Verfassungstreue zu zweifeln. Zudem sei das Dokument anonym und dadurch nicht verifizierbar.

Am Ende stimmte der Wahlausschuss, bestehend aus Stadtwahlleiterin und 7 Mitgliedern, mit 3 Ja, 1 Enthaltung und 3 Nein Stimmen ab. Also unentschieden. Bei Stimmgleicheit gilt das Votum der Stadtwahlleiterin, die sich für die Kandidatur von Federau entschied.

Steinmüller mit Statement

In den vergangenen Tagen sorgte auch die Angelegenheit Steinmüller für Diskussionen. Aktuell läuft ein Ermittlungsverfahren gegen Steinmüller. Er soll nach Angaben der Polizei einen Gast ins Gesicht geschlagen haben. Steinmüller widerholte vor den Mitgliedern des Wahlausschusses, dass er niemanden geschlagen habe – und er der Polizei Videomaterial zu Verfügung gestellt habe, das belegen würde, dass er sich hier nichts zu Schulden habe kommen lassen.

Auch der Wahlausschuss sah hier keinen Grund die Kandidatur zu untersagen. Das Statement von Steinmüller überzeugte. Er wurde ohne weitere Diskussion zugelassen.

Keine weiteren Zwischenfälle

Somit hat der Wahlausschuss bereits in seiner ersten Sitzung alle 7 Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl zugelassen. Der Wahlkampf kann beginnen.

Reihenfolge auf Stimmzettel festgelegt

Zeitgleich mit der Zulassung wurde auch die Reihenfolge auf dem Stimmzettel festgelegt.

Oben auf Platz eins wird Petra Federau stehen, gefolgt von Sebastian Ehlers auf Platz zwei, Mandy Pfeiffer auf drei, dann de Matteis, Dr. Aileen Wosniak, Lars Schubert und ganz unten Heiko Steinmüller.


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