(red)
Wie stellt sich die Lage wohnungs- und obdachloser Menschen in Schwerin dar? Dazu hat die Stadtverwaltung jetzt auf eine Anfrage des Stadtvertreters Henning Foerster geantwortet. Nach Angaben der Stadt gibt es in der Landeshauptstadt sowohl Unterbringungsangebote als auch ein Netz aus Beratungs- und Unterstützungsleistungen.
Nach Angaben der Stadt waren zum Stichtag 31. Januar 2026 insgesamt 27 Personen in der Wohnungslosenunterkunft der Landeshauptstadt untergebracht. Wie die Verwaltung weiter mitteilt, befanden sich außerdem 73 Personen in Flüchtlings- beziehungsweise Gemeinschaftsunterkünften sowie 43 Personen in Übergangswohnungen für Geflüchtete.
Zusätzlich sei in der Woche vom 1. bis 7. Februar 2026 eine Zählung verdeckt wohnungsloser und auf der Straße lebender Menschen erfolgt. Dabei seien in Schwerin sieben verdeckt wohnungslose Personen und eine auf der Straße lebende wohnungslose Person erfasst worden.
Die Zahlen gehen aus einer Antwort der Stadtverwaltung auf eine Anfrage des Stadtvertreters Henning Foerster hervor. In dem Schreiben erläutert die Verwaltung aus ihrer Sicht die aktuelle Situation sowie bestehende Hilfsangebote.
Nach Angaben der Stadt gibt es 45 Plätze in der Wohnungslosenunterkunft
Wie die Stadt mitteilt, hält die Landeshauptstadt eine Wohnungslosenunterkunft mit 45 Plätzen vor. Diese sei ganzjährig durchgehend geöffnet und stehe den Bewohnerinnen und Bewohnern in dieser Zeit durchgehend zur Verfügung.
Darüber hinaus verweist die Stadt auf verschiedene Beratungsstellen und Unterstützungsangebote. Genannt werden unter anderem städtische Anlaufstellen bei Wohnungsnotfällen, Mietschulden sowie Wohn- und Obdachlosigkeit. Nach Darstellung der Verwaltung gehören dazu außerdem Tagestreffpunkte, Straßensozialarbeit, das StraßenCaFé, die Bahnhofsmission, Essensausgabestellen, Kleiderkammern sowie weitere Beratungsangebote freier Träger.
Zu den von der Stadt aufgeführten Angeboten zählen demnach unter anderem Einrichtungen und Hilfen von Caritas, Evangelischer Jugend, AWO, Tafel Schwerin und weiteren sozialen Trägern.
Aus Sicht der Stadt spielt Prävention eine wichtige Rolle
Zur Vorbeugung von Wohnungslosigkeit setzt die Stadt nach eigenen Angaben auf verschiedene Maßnahmen. Dazu zählen demnach unter anderem der Sozialpsychiatrische Dienst, der Arbeitskreis Wohnen, Angebote der Suchtberatung, allgemeine soziale Beratung sowie Hilfen bei Schulden und Insolvenzverfahren.
Aus Sicht der Verwaltung zeigt sich, dass Wohnungslosigkeit häufig nicht allein mit fehlendem Wohnraum zusammenhängt. Vielmehr spielten auch weitere Problemlagen wie Mietschulden, Suchterkrankungen oder soziale Krisen eine Rolle.
Vermittlung in dauerhaften Wohnraum bleibt nach Darstellung der Verwaltung schwierig
Wie die Stadt in ihrer Antwort ausführt, ist die Vermittlung ehemals wohnungsloser Menschen in dauerhafte Wohnverhältnisse eine komplexe Aufgabe. Nach Einschätzung der Verwaltung geht es dabei nicht nur um die Bereitstellung von Wohnraum, sondern oft auch um die Bewältigung individueller Problemlagen wie Sucht oder Schulden.
Als wichtigen Erfolgsfaktor nennt die Stadt die enge Zusammenarbeit mit großen Wohnungsunternehmen und Wohnungsgenossenschaften. Zugleich macht die Verwaltung deutlich, dass auch Beratungsangebote und Entschuldung wesentlich seien, um eine nachhaltige Integration in den Wohnungsmarkt zu ermöglichen.
Stadt betont Zusammenarbeit verschiedener Institutionen
Nach Darstellung der Stadt erfolgt die Unterstützung wohnungsloser Menschen in enger Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, sozialen Trägern, Jobcenter, Agentur für Arbeit, Gesundheitsamt und weiteren Institutionen. Wie die Verwaltung mitteilt, gebe es regelmäßige Abstimmungen, Austausch vor Ort in der Wohnungslosenunterkunft sowie koordinierte Hilfeplanungen.
Auch der Arbeitskreis Wohnen trage aus Sicht der Stadt dazu bei, übergreifende Themen zu besprechen und Lösungen zu entwickeln.
Weitere Verbesserungen angekündigt
Konkrete neue Einzelmaßnahmen nennt die Stadt in ihrer Antwort nicht. Allerdings kündigt die Verwaltung an, die bestehenden Angebote weiter ausbauen und die Integration ehemals wohnungsloser Menschen in stabile Lebensverhältnisse noch gezielter fördern zu wollen.
Nach Angaben der Stadt bestehen damit bereits verschiedene Hilfs- und Unterstützungsangebote in Schwerin. Zugleich machen die von der Verwaltung genannten Zahlen deutlich, dass Wohnungslosigkeit und verdeckte Wohnungsnot auch in der Landeshauptstadt ein Thema bleiben.
















