(red/PM)

Was passiert eigentlich, wenn wertvolle Akten, historische Dokumente oder Archivmaterial durch Hochwasser, Schlamm oder andere Katastrophen beschädigt werden? Genau dafür baut das Bundesarchiv seine Notfall-Infrastruktur weiter aus. In Schwerin wird nun ein neuer Katastrophenschutz-Anhänger vorgestellt – mit praktischer Übung.

Wie das Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Schwerin in einer Pressemitteilung mitteilt, wird am Dienstag, 5. Mai 2026, ein neuer Notfallanhänger am Standort Görslow bei Leezen präsentiert. Der Termin findet von 13 bis etwa 14 Uhr im Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Schwerin, Görslow, Resthof, 19067 Leezen, statt.

Der Anhänger dient als mobiles Erstversorgungszentrum für beschädigtes Archivgut. Er soll dann zum Einsatz kommen, wenn Akten, Dokumente oder andere Unterlagen nach Naturkatastrophen oder Schadensereignissen nass, verschmutzt oder anderweitig gefährdet sind.

Wenn Geschichte nass wird

Bei dem Fototermin soll nicht nur Technik gezeigt werden. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesarchivs führen auch praktisch vor, wie Archivmaterial im Ernstfall gerettet werden kann. Dazu gehören mobile Spül- und Verpackungsstationen.

Nasses und verschmutztes Archivgut wird dabei zunächst mit Wasser gereinigt und gespült. Ziel ist es, Schlamm, Schmutz und Partikel zu entfernen. Danach wird das Material verpackt. Diese Sofortmaßnahme ist wichtig, damit das Archivgut später eingefroren werden kann. Es folgen Gefriertrocknung und Restaurierung.

Was technisch klingt, kann im Ernstfall entscheidend sein: Ohne schnelle Erstversorgung können Dokumente verkleben, schimmeln oder dauerhaft verloren gehen.

Auch Schwerin wird Teil des Notfall-Netzes

Mit dem neuen Anhänger in Schwerin baut das Bundesarchiv seine Katastrophenschutz-Infrastruktur weiter aus. Solche Anhänger stehen nach Angaben des Bundesarchivs bereits an den Standorten Berlin, Koblenz und Freiburg. Nun kommt Schwerin hinzu.

Das Bundesarchiv verweist darauf, dass es bereits andere Einrichtungen bei Schadensfällen unterstützt hat, unter anderem nach dem Ahrtal-Hochwasser 2021. Die Anschaffung des neuen Notfallanhängers wurde aus Sondermitteln des Bundestages finanziert.

An dem Termin nehmen unter anderem Alexandra Titze, Vizepräsidentin des Bundesarchivs, Dr. Jens Niederhut, Referatsleiter Bestandserhaltung, sowie Corinna Kalkreuth, Außenstellenleiterin Schwerin, teil. Für Medien besteht die Möglichkeit zu Film-, Foto- und Interviewaufnahmen.

Eine Anmeldung wird bis Montag, 4. Mai, 11 Uhr, per E-Mail an presse@bundesarchiv.de erbeten.


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