(stm/red)
Mueßer Holz und Neu Zippendorf stehen am Donnerstag, 28. Mai 2026, im Mittelpunkt einer besonderen Veranstaltung des Leibniz-Labs „Umbrüche und Transformationen“. Unter dem Titel „Die Zukunft der Großwohnsiedlungen in Schwerin“ geht es um Stadtentwicklung, soziale Fragen, Integration – und um Stadtteile, die für Schwerin weit mehr sind als nur ein Randthema.
Das Leibniz-Lab „Umbrüche und Transformationen“ ist ein Zusammenschluss aus 28 Leibniz-Instituten. Ziel ist es, wissenschaftliches Wissen zu den großen gesellschaftlichen Veränderungen unserer Zeit zusammenzuführen und öffentlich verständlich zu machen. Gefördert wird das Projekt durch die Leibniz-Gemeinschaft.
Gerade Schwerins Großwohnsiedlungen sind seit Jahren von tiefgreifenden Veränderungen geprägt. Sie polarisieren, nicht zuletzt in der Debatte um soziale Segregation. Gleichzeitig lebt rund ein Drittel der Schweriner Stadtbevölkerung in diesen Stadtteilen. Wer also über die Zukunft Schwerins spricht, kommt an Mueßer Holz und Neu Zippendorf nicht vorbei.
Das mehrjährige Forschungsprojekt „StadtumMig“ hat die Entwicklungen in Neu Zippendorf und Mueßer Holz begleitet. Untersucht wurden außerdem Großwohnsiedlungen in Cottbus-Sandow und Halle-Neustadt. Im Mittelpunkt standen stadtplanerische, integrationspolitische und soziale Fragen: Welche Herausforderungen entstehen dort, wo Armut, Zuwanderung, Leerstand, Infrastrukturprobleme und Stadtentwicklung aufeinandertreffen? Und welche Potenziale liegen in Stadtteilen, die von außen oft vorschnell abgestempelt werden?
Der erste Teil der Veranstaltung richtet sich ausdrücklich an Mitglieder der Stadtvertretung, Mitarbeitende der Stadtverwaltung sowie Kooperationspartner des Projekts. Dort sollen beteiligte Wissenschaftler ihre Erkenntnisse vorstellen und mit Verantwortlichen diskutieren.
Öffentlich wird es ab 14 Uhr. Dann beginnt ein Stadtspaziergang durch den Schweriner Süden. Treffpunkt ist die Straßenbahn-Haltestelle Hegelstraße. Besucht werden vier Orte des sozialen Miteinanders: die Gemeinschaftsunterkunft Schwerin, der Treff „Zukunft im Mueßer Holz“ (ZiMT), der Nachbarschaftsgarten im Mueßer Holz und das Eltern-Kind-Zentrum ElKiZ.
Gerade diese Orte zeigen, dass die Debatte über Großwohnsiedlungen nicht nur aus Statistiken, Sozialberichten und politischen Schlagworten bestehen darf. Es geht um konkrete Menschen, um Nachbarschaften, um Begegnung, um Unterstützung im Alltag – aber auch um die Frage, ob Schwerin soziale Ungleichheit nur beschreibt oder endlich konsequenter dagegen arbeitet.
Der gemeinsame Ausklang ist ab 16 Uhr bei Kaffee und Kuchen im CaT, dem Campus am Turm in der Hamburger Allee 124, geplant. Die Veranstaltung endet gegen 16.30 Uhr. Die Teilnahme ist kostenfrei, Verpflegung ist inklusive. Eine Anmeldung ist bis zum heutigen 22. Mai 2026 per Mail an lab@zzf-potsdam.de oder telefonisch unter 0331 289 9121 möglich.
Beitragsbild: Copyright: K. Friedrich, Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR)












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