3,4 Millionen Euro durch Knöllchen: Radentscheid sieht noch „Luft nach oben“

(red)

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) hat der Landeshauptstadt Schwerin im Jahr 2025 offenbar Einnahmen in Höhe von rund 3,4 Millionen Euro eingebracht. Dabei handelt es sich um Buß- und Verwarngelder aus dem ruhenden und rollenden Verkehr. Gegenüber dem Vorjahr sollen die Einnahmen um etwa eine halbe Million Euro gestiegen sein.

Für Diskussionen dürfte allerdings vor allem die Reaktion des Radentscheids Schwerin sorgen. In seinem aktuellen Newsletter erklärt die Initiative mit Blick auf die Verkehrssituation in der Stadt: „Wenn man sich die Situation vor Ort anschaut, ist bei den Bußgeldern noch Luft nach oben!“

Gemeint sind damit offenbar vor allem Probleme rund um blockierte oder unsichere Radwege. Der Radentscheid kritisiert seit längerem die Infrastruktur für Radfahrer in Schwerin und fordert mehr Sicherheit im Straßenverkehr.

Im Mittelpunkt steht aktuell die Aktion „#SucheSicherenRadweg“ im Rahmen des diesjährigen Stadtradelns. Die Auftakttour startet am 1. Juni um 16 Uhr auf dem Marktplatz. Nach Angaben des Radentscheids ist das eigene Team mit derzeit 43 Mitgliedern aktuell das größte Team der Aktion.

Auch beim nächsten Fahrradforum am 10. Juni im Stadthaus will die Initiative Themen rund um Radwege, Beschilderung und Schäden ansprechen. Dort soll das Verkehrsmanagement außerdem über geplante Vorhaben berichten. Erwartet werden unter anderem Informationen zur geplanten Fahrradstraße in der Mecklenburgstraße, zur Sanierung der Wismarschen Straße sowie zum Stand der Stadionbrücke und der Radwegmarkierungen in der Robert-Beltz-Straße.

Neben politischen und verkehrlichen Themen weist der Newsletter auch auf mehrere Veranstaltungen hin. Dazu gehört unter anderem die geführte Fahrradtour „Brahms am Haff“ der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Außerdem plant der Radentscheid weitere Treffen, eine Welterbe-Fahrradtour sowie die Teilnahme an der „Tour de Verkehrswende“ von Schwerin nach Dessau.

Die steigenden Einnahmen durch Verkehrsverstöße dürften in Schwerin weiter Diskussionen auslösen. Während manche darin vor allem eine Belastung für Autofahrer sehen, argumentieren andere, dass konsequentere Kontrollen notwendig seien – insbesondere dort, wo Rad- und Gehwege blockiert werden oder Sicherheitsprobleme entstehen.

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