(stm/red)
Schwerin bereitet die Neuvergabe der Recyclinghöfe ab 2028 vor. Die bestehenden Verträge für das Erfassungssystem von Schad- und Wertstoffen laufen zum 31. Dezember 2027 aus. Ab dem 1. Januar 2028 soll der Betrieb neu vergeben werden. Der Werkausschuss soll dafür am 17. Juni den Start eines europaweiten offenen Vergabeverfahrens beschließen.
Geplant ist die Ausschreibung in drei Losen: Recyclinghof Nord, Recyclinghof Süd und mobile Schadstoffsammlung. Der geschätzte Auftragswert liegt bei rund 2,9 Millionen Euro über die gesamte mögliche Vertragslaufzeit. Vorgesehen sind zunächst drei Jahre, mit Verlängerungsoptionen auf bis zu fünf Jahre.
Zum Auftrag gehört der Betrieb der Recyclinghöfe einschließlich Annahme und Erfassung von Wertstoffen und Schadstoffen. Genannt werden unter anderem Elektrogeräte, Haushaltsgeräte, Grünschnitt, Sperrmüll, Altpapier, Leichtverpackungen, Altglas und Metallschrott. Auch die Annahme schadstoffhaltiger Abfälle, Gebühren und Entgelte, Dokumentation, statistische Erfassung, Abrechnung und die Ausgabe von Informationsmaterial sollen Teil der Leistung sein.
Für die Höfe sind feste Anforderungen vorgesehen. Dazu gehören eine Mindestgröße von 1.000 Quadratmetern, gute Verkehrsanbindung, sichere Lagerung schadstoffhaltiger Abfälle, Umzäunung, geeichte Waage, ausgeschilderte Verkehrswege und beschilderte Container. Geöffnet sein sollen die Recyclinghöfe montags bis freitags von 9 bis 19 Uhr sowie samstags von 8 bis 13 Uhr. Je Hof müssen mindestens zwei Personen gleichzeitig eingesetzt werden.
Die Finanzierung erfolgt weiterhin über die Abfallgebühren. Für die Bürgerinnen und Bürger ändert sich damit zunächst nichts unmittelbar. Die Stadt bereitet mit dem Beschluss vor allem die Vergabe für die Zeit nach Auslaufen der aktuellen Verträge vor.












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