Rettungsdienst in Schwerin: Rund 405.000 Euro an Forderungen nicht einbringbar

(red)

Wie aus einem nicht öffentlichen Bericht hervorgeht, sind bei der Abrechnung von Rettungsdienstleistungen in Schwerin zwischen 2020 und 2025 Forderungen in Höhe von rund 405.000 Euro nicht einbringbar gewesen. Im Schnitt entspricht das rund 67.000 Euro pro Jahr.

Dabei geht es nicht allein um unbezahlte Rechnungen. Erfasst sind demnach auch Einsätze, für die keine Rechnung gestellt werden konnte, sowie Fälle, bei denen zunächst kein Kostenträger zugeordnet wurde.

Insgesamt wurden im betrachteten Zeitraum 2020 bis 2025 demmnach rund 151.000 Rettungsdiensteinsätze erfasst. Etwa 25.800 davon galten als nicht abrechnungsfähig. Gründe dafür können unter anderem sein, dass kein Transport stattfand, keine Patientin oder kein Patient angetroffen wurde oder die Voraussetzungen für eine Abrechnung fehlten.

Besonders offen ist die Frage bei bestimmten Einsätzen im Zusammenhang mit stationären Aufenthalten. Demnach wurden in den Jahren 2021 bis 2025 insgesamt 181 Fälle mit einem Volumen von rund 96.000 Euro festgestellt, die zunächst keinem Kostenträger in Rechnung gestellt wurden. Wer diese Kosten letztlich tragen muss, soll rechtlich weiter geklärt werden.

Gleichzeitig zeigt der Bericht auch Verbesserungen. Die durchschnittliche Bearbeitungszeit von der Erfassung eines Einsatzes bis zur Rechnungserstellung sank deutlich. Während sie 2020 noch bei fast 90 Tagen lag, waren es 2024 rund 30 Tage.

Bei stichprobenartigen Prüfungen zwischen Einsatzdokumentation, Abrechnungsprogramm und Haushaltssoftware wurden keine wesentlichen Unstimmigkeiten festgestellt. Von einem grundsätzlichen Abrechnungsproblem ist daher nicht die Rede.

Nachbesserungsbedarf sieht die Prüfung dennoch. Genannt werden unter anderem fehlerhafte Rechtsgrundlagen auf Rechnungen, offene Fragen bei gesetzlichen Zuzahlungen, noch nicht vollständig digitale Abläufe sowie technische Abhängigkeiten bei der Übertragung von Einsatzdaten.

Unterm Strich zeigt sich: Die Abrechnung des Schweriner Rettungsdienstes funktioniert im Grundsatz. Gleichzeitig bleiben mehrere Punkte offen, bei denen die Stadt nachsteuern muss – vor allem bei Rechtssicherheit, Digitalisierung und klaren Zuständigkeiten.


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Eine Antwort zu „Rettungsdienst in Schwerin: Rund 405.000 Euro an Forderungen nicht einbringbar“

  1. […] weist der zuständige Bericht, der dem schwerin.news vorliegt, ausdrücklich darauf hin, dass nicht alles unbezahlte Rechnungen sind. Mitnichten. Ein […]

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