1. AUGUST IN SCHWERIN: „KEINE GEWALT – ABER WIR LASSEN UNS AUCH NICHT ZUSAMMENSCHLAGEN“

(red/stm)

Wenige Tage vor den angekündigten Veranstaltungen am 1. August in Schwerin bereitet sich auch das Bündnis für den Gegenprotest auf einen großen Demonstrationstag vor. Nach Angaben der Organisatoren werden zwischen 500 und 1.000 Menschen zur Gegendemonstration erwartet. Zentraler Treffpunkt soll die Siegessäule am Alten Garten sein.

In einem Telfongespräch machten die Veranstalter deutlich, dass sie ein klares Zeichen gegen die Veranstaltung der AfD-Jugendorganisation setzen wollen. Der Protest solle friedlich verlaufen und möglichst viele Menschen aus der demokratischen Zivilgesellschaft zusammenbringen.

Grundlage sei ein gemeinsamer Aktionskonsens. Von den Teilnehmenden werde erwartet, dass keine Gewalt von ihnen ausgeht. Gleichzeitig machten die Organisatoren deutlich, dass man sich im Falle von Angriffen nicht wehrlos verhalten wolle. Wörtlich hieß es: „Wir lassen uns nicht zusammenschlagen.“ Gemeint sei damit jedoch keine Eskalation, sondern das Recht, sich im Ernstfall zu verteidigen. Gezielte Provokationen oder eine gewaltsame Auseinandersetzung seien ausdrücklich nicht beabsichtigt.

Vielmehr gehe es darum, ein sichtbares demokratisches Signal zu setzen. Die Organisatoren rufen dazu auf, sich dem Protest anzuschließen und gemeinsam für Demokratie, Vielfalt und ein friedliches Miteinander einzustehen. Gerade nach dem Anschlag in Berlin wolle man sich nicht verstecken, sondern offen für Demokratie und freie Lebensentfaltung eintreten.

Positiv bewerteten die Veranstalter die Zusammenarbeit mit den beteiligten Behörden und Organisationen. Sowohl mit der Stadtverwaltung als auch mit den Sanitätsdiensten habe es eine gute Abstimmung gegeben. Auch die Gespräche mit der Polizei seien letztlich konstruktiv verlaufen. Zwar sei die Kommunikation zu Beginn nicht immer einfach gewesen, am Ende habe sich die Polizei jedoch offen gezeigt und gemeinsam nach praktikablen Lösungen gesucht.

Mit mehreren angemeldeten Versammlungen auf engem Raum kann Schwerin am 1. August mit einem der größten Demonstrationstage der vergangenen Jahre rechnen.

Entsprechend werden ein umfangreicher Polizeieinsatz sowie Einschränkungen im Innenstadtverkehr erwartet. Die Organisatoren des Gegenprotests hoffen dennoch auf einen friedlichen Verlauf – und darauf, dass von Schwerin ein deutliches Signal für Demokratie und gegen Rechtsextremismus ausgeht.

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Am 1. August: Rechte Kundgebung und mehrere Gegenproteste in Schwerin erwartet – Free schwerin.news


REDAKTIONELLER HINWEIS:

http://www.schwerin.news hat bereits vor knapp 2 Wochen bei der „Generation Deutschland“ um eine Stellungnahme gebeten. Bisher gab keine Antwort. Sollte eine kommen, werden wir diese selbstverständlich veröffentlichen.


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