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Theater in MV mit klarer Ansage und Aktion: Freiheit der Kunst ist nicht verhandelbar
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(stm/red)

Fünf Theaterhäuser in Mecklenburg-Vorpommern machen wenige Tage vor der Landtagswahl gemeinsame Sache. Sie wollen singen – und dabei ziemlich klar sagen, wofür sie stehen. In Schwerin findet die Aktion am 12. September auf dem Marktplatz statt.

Das Theater und Orchester Neubrandenburg/Neustrelitz, die Vorpommersche Landesbühne, das Theater Vorpommern, das Volkstheater Rostock und das Mecklenburgische Staatstheater haben eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht. Unter dem Motto „DAFÜR!“ laden sie am 5., 7., 12. und 13. September zum gemeinsamen Singen ein. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Am 20. September wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt.

Eine Partei nennen die Theater nicht. Dafür benennen sie ziemlich deutlich, wo sie stehen. Sie wollen eine Demokratie, in der Menschen nicht wegen Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, Religion, sexueller Identität oder politischer Überzeugung ausgegrenzt werden. Minderheiten sollen geschützt werden, niemand soll Angst haben müssen, seine Meinung zu sagen oder er selbst zu sein. Gleichzeitig verteidigen die Häuser die Freiheit der Kunst. Theater müssten Widersprüche zeigen, Fragen stellen und Perspektiven verändern dürfen. Kunst brauche dafür Freiheit.

Schwerin wird zur Bühne

Am 12. September ab 17 Uhr findet die Aktion des Mecklenburgischen Staatstheaters auf dem Schweriner Marktplatz statt. Unter dem Titel „Was auf dem Spiel steht“ ist eine Demokratiekonferenz geplant, dazu das gemeinsame Singen unter dem Motto „DAFÜR!“. Die Theater wollen dabei nicht nur selbst auf der Bühne stehen, sondern gemeinsam mit Bürgern singen. Ihr Bild dafür: Unterschiedliche Stimmen müssen nicht gleich klingen, sollen aber alle hörbar bleiben.

Die gemeinsame Erklärung endet mit einer Ansage, die kaum deutlicher sein könnte: „Demokratie ist kein Zuschauerraum.“ Die Theater wollen damit wenige Tage vor der Wahl nicht einfach Zuschauer bleiben. Sie gehen raus, beziehen Position und rufen dazu auf, selbst die Stimme zu erheben.

Weitere Aktionen finden am 5. September in Greifswald, am 7. September auf dem Rostocker Marktplatz sowie am 12. September in Neubrandenburg und Stralsund statt. Am 13. September folgt Neustrelitz. Keine Wahlempfehlung für eine Partei. Aber eine klare Ansage, welche Art von Gesellschaft und welche Freiheit der Kunst die fünf Theater verteidigen wollen.


Hier kann die Erklärung der Theater eingesehen und heruntergeladen werden:

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