Karte auflegen statt Ticket kaufen: Nahverkehr Schwerin zieht Bilanz zu IDA und MOFA
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Beim Nahverkehr Schwerin (NVS) wird das eigene Zahlungsmittel zunehmend zum Fahrschein. Mit dem System „IDA“ reicht es, Bankkarte, Smartphone oder Smartwatch an ein gelbes Terminal in der Straßenbahn zu halten, der passende Tarif wird automatisch berechnet. Eine App oder Registrierung ist dafür nicht nötig. Wie weit das Angebot inzwischen ist, stellten Bianca Lange und Maria Seemann vom NVS am 22. September dem Senioren- und dem Behindertenbeirat der Landeshauptstadt vor.

IDA ist seit Juli 2025 im Testbetrieb. In einer ersten Phase (23. Juli bis 24. September 2025) war das Tarifsortiment noch eingeschränkt, Tickets galten nur im Stadtnetz und ließen sich in 15 Straßenbahnen kaufen. Seit dem 25. September 2025 läuft die zweite Stufe: größeres Tarifsortiment, Gültigkeit im Gesamtnetz, Kauf in allen 30 Straßenbahnen des Unternehmens. Laut NVS steigen seither sowohl die Zahl der digitalen Ticketkäufe als auch die Akzeptanz des Systems.

Als nächste Ausbaustufen nennt das Unternehmen den Einbau der IDA-Geräte in sämtlichen Bussen und Straßenbahnen sowie eine eigene „IDAcard“, mit der sich künftig aufladen, einchecken und losfahren lassen soll. Mittelfristig soll zudem eine Bestpreisberechnung nach dem Check-in/Check-out-Prinzip möglich werden.

Zweites Standbein der Digitalisierung ist „MOFA“, die Mobile Fahrplananzeige. An Haltestellen wie Haselholz lässt sich per QR-Code am Fahrplankasten die nächste Abfahrt in Echtzeit auf dem eigenen Handy abrufen, inklusive Hinweisen auf ausfallende Fahrten. Die QR-Codes sollen zusätzlich per Posteinwurf in Haushalte verteilt und über die NVS-Website verlinkt werden. Die klassischen Fahrplanaushänge an den Haltestellen bleiben erhalten.

Dass die Vorstellung ausgerechnet vor dem Senioren- und dem Behindertenbeirat stattfand, ist kein Zufall: Beide Systeme sollen nach Angaben des NVS möglichst barrierefrei funktionieren, etwa durch das sogenannte Zwei-Sinne-Prinzip bei MOFA. Die Mitglieder der Beiräte waren eingeladen, Bedienhürden und Verbesserungsvorschläge einzubringen – unter anderem zur Frage, wo analoge Alternativen weiterhin notwendig sind.

Bildquelle: Niteshift, via Wikimedia Commons (Public Domain)

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(red)


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