(stm)
Schwerin nennt sich in einer ihrer Marketingkampagnen „Lebenshauptstadt“, diesem kreativen Titel könnte nun ein weiter hinzugefügt werden, den der Landessaufstadt, einige sprechen auch von der Lebenssaufstadt. Spaß beiseite – das Thema ist ernst.
Denn Schwerin kämpft mit einem ernsten Problem: Überdurchschnittlich viele Menschen in der Landeshauptstadt sind von Drogen- oder Alkoholabhängigkeit betroffen. Laut einer aktuellen Studie der Barmer Krankenkasse sind in Schwerin 36 von 1000 Menschen betroffen, was fast doppelt so hoch ist wie der Bundesdurchschnitt. In Rostock sind es immerhin noch 27 von 1000 Menschen. Dies ist besorgniserregend und zeigt, dass mehr getan werden muss, um das Problem anzugehen.

Die gesundheitlichen Auswirkungen von Drogen- und Alkoholabhängigkeit sind beträchtlich. Laut Henning Kutzbach, Landesgeschäftsführer der Barmer, kann Alkohol die Ursache von mehr als 200 Krankheiten sein. Es ist daher wichtig, dass die Menschen sich des Risikos bewusst sind und Maßnahmen ergreifen, um ihre Gesundheit zu schützen.
In diesem Zusammenhang weist Kutzbach darauf hin, dass die Fastenzeit, die am 22. Februar beginnt, eine gute Gelegenheit bietet, langfristig oder zumindest für einige Wochen auf Alkohol zu verzichten. Eine befristete Abstinenz kann zu besserem Schlaf, höherer Leistungsfähigkeit und einem geringeren Körpergewicht führen.
In Schwerin vergeht kaum eine Woche in der nicht ein Unfall, eine Straftat unter Alkoholeinfluss begangen wird. Das Problem ist allgegenwärtig. Das ist nicht von der Hand zu weisen. Erst am vergangenen Wochenende kam es wieder zu Unfällen mit hohem Sachschaden unter Alkoholeinfluss:
https://schwerin.news/2023/02/20/11-000-euro-schaden-polizei-sucht-zeugen/
Es ist wichtig, dass Schwerin weiterhin Maßnahmen ergreift, um das Problem von Drogen- und Alkoholabhängigkeit in der „Lebenshauptstadt“ oder wie sie einige nennen „Lebenssaufstadt“ angeht. Dies kann von der Unterstützung bei der Entgiftung bis hin zur Beratung und Unterstützung bei der Bewältigung von Suchtproblemen reichen. Es gibt viele Ressourcen, die den Betroffenen helfen können, ihren Kampf gegen Sucht zu gewinnen.
Die Menschen in Schwerin und anderen betroffenen Städten müssen sich bewusst sein, dass Hilfe zur Verfügung steht, und sollten sich nicht scheuen, diese in Anspruch zu nehmen.
Haben Sie ein Problem mit Alkohol? Benötigen Sie Hilfe und Unterstützung?
Die Landeshauptstadt Schwerin bietet in Kooperation mit weiteren Beratungsstellen Hilfsangebote an:


















