(stm)
Die Stadt Schwerin hat Schritte unternommen, um dem Bienensterben entgegenzuwirken und die Lebensbedingungen für Insekten zu verbessern. Gemäß einem Beschluss der Stadtvertretung aus 2018 hat der Oberbürgermeister kürzlich (im Rahmen seiner Mitteilungen an die Stadtvertretung) seinen halbjährigen Bericht vorgelegt, der die bisherigen Maßnahmen zur Bewahrung der Biodiversität und zur Bekämpfung des Bienensterbens in Schwerin dokumentiert. Den Antrag stellte seinerzeit die ASK.
Der Bericht gibt Einblick in folgende Maßnahmen:
Pflege und Ausweitung von Blühstreifen
Im Jahr 2023 wurde erneut Saatgut von verschiedenen Pflanzenarten von bestehenden Blühstreifen entnommen und auf anderen städtischen Flächen ausgesät. Hierzu gehören unter anderem die Hamburger Allee, das Grüne Tal und die Knaudtstraße.
Reduzierung der Mähfrequenz
Seit 2021 werden bestimmte Grünflächen nur noch dreimal jährlich statt zuvor fünfmal gemäht. Dies betrifft insbesondere die Parkanlage Fauler See (77.494 m²), die Grünfläche Püsserkrug (2.032 m²) und den Grünfinger Mühlenscharrn (29 m²)
„Seit 2021 werden folgende Grünflächen nur noch 3 x statt 5 x gemäht:
- Parkanlage Fauler See – 77.494 m²
- Grünfläche Püsserkrug – 2.032 m²
- Grünfinger Mühlenscharrn – 29.323 m²„
Biotopflächenmahd mit Teilflächen stehen gelassen
Seit diesem Jahr wird bei der Biotopflächenmahd eine innovative Methode angewendet. Dabei werden beim ersten Schnitt bestimmte Teilflächen stehen gelassen und erst im folgenden Jahr gemäht. Diese Praxis betrifft verschiedene Flächen und schafft dauerhafte Rückzugsorte für Insekten. „
„So bleiben immer noch flächige Bestände stehen, die einen Rückzugsraum für
Insekten bieten, bis die anderen Flächen wieder aufgewachsen sind.“ so der OB in seinem Bericht.
Pflanzung bienenfreundlicher Bäume
Im Frühjahr 2023 wurden insgesamt 53 Bäume und 150 Blühsträucher gepflanzt. Die Baumarten umfassen Nelken-Kirschen, Winter-Linden, Sumpf-Eichen, Berg-Ahorne, Hänge-Buchen, Taschentuchbäume, Trauer-Birken, Sandbirken, Stiel-Eichen, Rot-Eichen, Nordmanns-Tannen, Zerr-Eichen, Ulmen ‚Dodoens‘, Blutbuchen und Herbstäpfel Elstar.
Bemühungen ausreichend?
Da Vergleichsdaten fehlen, ist eine abschließende Bewertung der Ergebnisse dieser Maßnahmen leider nicht möglich. Dennoch unterstreicht der Bericht das Engagement der Stadt Schwerin für den Umweltschutz und die Förderung der Artenvielfalt. Natürlich kann man argumentieren, dass dies noch immer nicht genug sei, noch immer Flächen versiegelt werden – doch jeder noch so kleine Schritt, ist ein Schritt in die richtige Richtung.
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