(stm)
Das Spiel der Oberliga Nordost, das für den Samstag angesetzt war, wurde aufgrund der Witterungsverhältnisse vom Rasenplatz, den die Stadt wegen Regen sperren ließ, auf den Kunstrasenplatz im Sportpark Lankow verlegt. Wurde dieser Kunstrasenplatz doch als offizieller Ausweichsplatz für Spiele der SGD angegeben. Der Fußballverband bestand darauf, dass dort gespielt wird.
Doch was die Stadt dort im Sportpark Lankow den Gästen aus Berlin und der SG Dynamo als Ausweichsplatz zur Verfügung stellte, ist an Peinlichkeit und Geringschätzung kaum zu überbieten.
Schiedsrichter bricht Punktspiel ab
Seitenlinien die nicht mehr zu erkennen sind, Plastikfetzen die sich ablösen, dies war für den Schiedsrichter Jannis Körner zu viel. Er sprach von „maroden Zuständen“, unter denen man das Spiel nicht verantworten kann.

„Marode Zustände“
Jannis Körner, der Schiedsrichter der geplanten Partie SG Dynamo gegen BSV Mahlsdorf: „Beide Mannschaften kamen auf uns zu und haben sich über den Zustand des Platzes beschwert, und dann wollten wir uns selbst ein Bild über den Platz und dessen Verhältnisse verschaffen. Haben dann den Platz besichtig und aufgrund von sämtlichen Mängeln… Fetzen die man aus den Platz herauslösen konnte, die Seitenlinien waren kaum bis gar nicht sichtbar und die Eckfahnen abgeknickt … sind wir eben zu der Erkenntnis gekommen dass der maroden Zustände wirklich nicht bespielbar ist. Einfach für beide Mannschaften ein Verletzungsrisiko darstellt und es für uns Schwierigkeiten besorgt, wenn wir Entscheidungen treffen müssen und nicht erkennen ob irgendwelche Faulspiele in oder außerhalb des Strafraums sind und wir die Linien nicht erkennen.“ Mit den Witterungsverhältnissen habe das alles nichts zu tun, sondern der Ausweisplatz sei einfach in einem desolaten Zustand.
Videos belegen unhaltbare Zustände
Die SG Dynamo kommentiert die Zustände nicht weiter und lässt stattdessen Bilder für sich sprechen. In einem Videointerview mit dem Schiedsrichter spielten sie Aufnahmen ab, die belegen, in welch desolatem Zustand der Platz ist. Unten im Beitrag sind weitere Videos verlinkt.
„Bisher nur Glück gehabt das Verband drüber hinwegsieht“
Christopher Liebs, Mitglied im Verwaltungsbeirat der SGD kommentiert die Zustände folgendermaßen:
„Die Stadt hat bisher nur Glück gehabt, dass der NOFV über vieles hinweg gesehen hat.“ dabei spricht er nicht nur über den Zustand des Kunstrasenplatzes, sondern geht auch allgemein auf Probleme und Nachlässigkeiten von Seiten der Stadt ein. „Wir predigen ja schon seit Jahren, dass der Platz hinüber ist. Wir mussten letzte Saison paar Wochen darauf trainieren. Danach waren mehrere Spieler der Mannschaft verletzt.“
Nach seiner Auffassung verstoßen viele Plätze in Schwerin gegen die baulichen Vorgaben des NOFV (Nordostdeutscher Fussballverband). Auch der aktuelle Hauptplatz, der Rasenplatz würde nicht den Vorgaben entsprechen.
In den Regularien der NOFV werden Bedingungen genannt, die Oberligatauglichkeit garantieren sollen. Liebs hat sich die Zeit genommen und angekreuzt, gegen welche Regularien derzeit verstoßen werde, beziehungsweise, welche nicht erfüllt werden.
Meinung:
Ein Platz der sich in Einzelteile auflöst, dessen Zustand nur als desolat bezeichnet werden kann, ist für den Sport in der Landeshauptstadt Schwerin alles andere als gutes Marketing. Die Oberliga Nordost schaut auf Schwerin und schüttelt mit dem Kopf. Es ist nicht das erste mal, dass Verantwortliche aus der Liga Kopfschüttelnd nach Schwerin schauen. Zum Ende der vergangenen Saison gab es schon einmal deutliche Kritik über die Qualität der Spielflächen. Wir reden hier nicht von Kreisklasse sondern von der „fünften Liga“ die sich über das Gebiet der gesamten Ostbundesländer erstreckt.
Die Zuständigen in der Schweriner Stadtverwaltung sollten sich etwas mehr ins Zeug legen und dem hochklassigsten Verein der Stadt, die Bedingungen verschaffen, die sie dem Verein nach dem unfreiwilligen Umzug von der Paulshöhe versprochen hatten.
Dem FC Mecklenburg, der aktuell eine Liga tiefer spielt hätte man derartige Plätze nie angeboten. Weswegen die Stadt mit dem aktuell erfolgreichsten Schweriner Fußballverein so umgeht, das Image der Landeshauptstadt Schwerin als Sportstadt so fahrlässig aufs Spiel setzt, lässt sich nur schwer ergründen. Als die SG Dynamo noch auf der Paulshöhe ihr Domizil hatte, gab es derartige marode Zustände nicht.
Hier ein paar Videos die den desolaten, laut Schiedsrichter Jannis Körner „maroden“ Zustand dokumentieren:
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