(stm) Auf der Stadtvertretersitzung am Montagabend wurde mehrheitlich beschlossen, dass der ehemalige WGS Geschäftsführer Thomas Köchig, von der Stadt Schwerin zivilrechtlich verklagt wird.

Die Stadt Schwerin hat nun entschieden eine Klage gegen Köchig einzureichen, mit dem Ziel, eine beträchtliche Summe von ihm zurückzufordern. Es geht um fast eine Million Euro.

Bauaufträge rechtswidrig vergeben

Köchigs Entlassung erfolgte seinerzeit über Nacht, nachdem schwere Verstöße gegen das Vergaberecht aufgedeckt wurden, insbesondere im Zusammenhang mit dem Wohnungsbauprojekt Edgar-Bennert-Straße. Er wird beschuldigt, Bauaufträge nicht ordnungsgemäß ausgeschrieben oder selbst vergeben zu haben, was zu einem erheblichen Schaden für die WGS geführt haben soll.

Klage ließ lange auf sich warten

Eine Klage von Seiten der Stadt blieb lange aus. Die Entscheidung des Landesförderinstitutes vor einigen Wochen mag dazu beigetragen haben, dass die Stadt nun in die Offensive gegangen ist. Heute nun die Entscheidung im nicht öffentlichen Teil der Sitzung.

Fast eine Million Euro

Im Fokus der bevorstehenden Klage steht eine hohe sechsstellige Summe, die von Köchig zurückgefordert werden soll. Diese Summe beinhaltet auch 115.000 Euro, die im Rahmen des Projekts Edgar-Bennert-Straße verloren gingen. Weiterhin hatte das Land die Auszahlung von 1,6 Millionen Euro an Fördergeldern aufgrund der Unregelmäßigkeiten blockiert, von denen ein Großteil nun jedoch glücklicherweise zugesagt wurde.

Aufsichtrat bleibt „verschont

Ein Antrag des ASK Stadtvertreter Wilfried Hoog, den Aufsichtsrat wegen potenzieller Verletzung der Aufsichtspflicht aufzulösen fand keine Merheit.

Dazu werden wir am Dienstag ausführlicher berichten.

Dass das Ministerium die Unregelmäßigkeiten und gesetzwidrigen Vergaben im Prinzip bestätigt hat, indem es zugesagte Förderungen um 10 % gekürzt hat, mag den Stein auf den Weg zu einer Klage abschließend ins Rollen gebracht haben. War dies doch indirekt eine Bestätigung dass nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Im Januar soll die Stadtvertretung einer entsprechenden Klage zustimmen.


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