(stm)
Über Jahre hinweg war das Gelände nebst Gebäude der ehemaligen Strahlenklinik in Lankow ein Schandfleck. Es galt, nicht zuletzt wegen Altlasten als ein schwer zu vermarkten und zu vermittelndes Grundstück. Im vergangenen Jahr starteten dann nun die Abruchmaßnahmen. Seit dem steht das Gelände planiert da. Was ist dort in Zukunft nun geplant? Laut Angaben der Stadt und der verantwortlichen Planer gibt es nun konkrete Pläne zur Umnutzung des rund 7.000 Quadratmeter großen Areals: Es soll ein neues Wohngebiet entstehen. Der Bauausschuss soll sich am kommenden Donnerstag letztmalig mit der Beschlussvorlage befassen.
Wir berichteten: https://schwerin.news/2022/12/28/ehemalige-strahlenklinik-in-lankow-soll-wohngebiet-werden/
Nun liegt der Bebauungsplan vor, der weitere Details zeigt.
Wohnen mit Blick auf den See
Die geplanten Gebäude werden laut Stadt in zwei Reihen angeordnet: Direkt an der Lübecker Straße sollen drei- bis fünfgeschossige Wohnhäuser entstehen. Dahinter, näher am Lankower See, sind zwei viergeschossige Gebäude vorgesehen. Diese Bauweise verbindet laut Planern Wohnraum mit der Nähe zur Natur. Die Stadt betont, dass das Seeufer öffentlich zugänglich gemacht werden soll. Ein städtebaulicher Vertrag wird diese Nutzung des Uferbereichs absichern.
Grünflächen und Erholungsmöglichkeiten
Neben den Wohngebäuden ist laut Planungsunterlagen eine Parkanlage im Gespräch, die Spazierwege, Spielplätze und Sitzgelegenheiten umfassen könnte. Diese Grünfläche würde zudem Niederschlagswasser aufnehmen und könnte damit eine zusätzliche Funktion übernehmen. Die Stadtverwaltung erklärt, das Projekt diene sowohl der Schaffung von Wohnraum als auch der Förderung der Naherholung.
Nachhaltige Nutzung bestehender Flächen angestrebt
Nach Angaben der Stadt wird das Vorhaben im Rahmen der Innenentwicklung umgesetzt, um vorhandene Flächen besser zu nutzen und unbebaute Gebiete zu schonen. Die Planer orientieren sich demnach an den Zielen des Stadtentwicklungskonzepts Schwerin 2030, das auf eine nachhaltige Entwicklung städtischer Bereiche abzielt.
Maßnahmen für den Umwelt- und Naturschutz
Da das Gelände in einem Wasserschutzgebiet liegt, müssen laut Stadtverwaltung besondere Anforderungen an den Umweltschutz erfüllt werden. Bereits beim Abriss der alten Klinikgebäude wurden Lebensräume geschützter Tierarten berücksichtigt. Weitere Ausgleichsmaßnahmen, wie Ersatzpflanzungen, sollen Eingriffe in die Natur kompensieren. Die Planer sehen außerdem vor, bestehende Bäume soweit wie möglich zu erhalten. Wo dies nicht möglich ist, sollen neue Bäume gepflanzt werden.
Verkehrsanbindung und Infrastruktur
Die Stadt betont, dass das Wohngebiet direkt an die Lübecker Straße angebunden wird. Die nahegelegene Straßenbahnhaltestelle Büdnerstraße sorgt für eine gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Für den Individualverkehr ist laut Planern eine Tiefgarage vorgesehen. Rad- und Fußwege sollen das Quartier mit der Umgebung verbinden.
Zielsetzung der Planungen
Das Projekt soll laut Stadt zusätzlichen Wohnraum schaffen und gleichzeitig die städtebauliche Entwicklung in Schwerin fördern. Die Bauaktivitäten und die spätere Nutzung des Areals tragen zur regionalen Wirtschaft bei.
Das Areal der ehemaligen Strahlenklinik wird so einer neuen Nutzung zugeführt. Laut Stadt und Planern entspricht das Vorhaben den aktuellen Planungszielen und berücksichtigt ökologische, soziale und infrastrukturelle Aspekte.
Hier kann der Bebauungsplan mit den entsprechenden Dokumenten heruntergeladen und angesehen werden:
https://bis.schwerin.de/vo0050.asp?__kvonr=11072
Die Facebook Seite „Stadt Schwerin / Mecklenburg ( historische Bilder )„hatte vor einigen Jahren mal das alte Gebäude in einem Vergleichsbild hochgeladen, dass wird an dieser Stelle einfach nochmal veröffentlichen wollen:















