(fab)

Bündnis 90/Die Grünen und Die Partei haben für die kommende Sitzung der Stadtvertretung Schwerin einen Antrag eingereicht, der sich gegen die Errichtung eines Holzheizkraftwerks in der Landeshauptstadt richtet. Der Antrag, der unter der Drucksache 01348/2024 geführt wird, sieht vor, dass die Stadtvertretung eine ablehnende Haltung gegenüber einem solchen Vorhaben einnimmt. (Dokument ist unten verlinkt)

Zudem soll der Oberbürgermeister beauftragt werden, diese Haltung sowohl vor Beginn als auch während eines möglichen Genehmigungsverfahrens öffentlich zu kommunizieren. Gleichzeitig wird gefordert, eine Energie- und Wärmeplanung zu entwickeln, die ausschließlich auf erneuerbaren Energieträgern basiert.

In der Begründung des Antrags wird von den Grünen darauf hingewiesen, dass Holz als Brennstoff keine nachhaltige Lösung darstellt, da es schneller verbrannt wird, als es nachwachsen kann. Laut dem Weltklimarat und dem Umweltbundesamt verursacht die Verbrennung von Holz pro Wärmeeinheit nahezu doppelt so hohe CO2-Emissionen wie Gas. Darüber hinaus wird darauf aufmerksam gemacht, dass Altholz, insbesondere aus den Klassen AI und AII, stofflich weiterverwertet werden könnte. Die Verbrennung solcher Hölzer erhöht den Druck auf Wälder, neues Frischholz bereitzustellen, was den Zustand der Wälder negativ beeinflussen würde.

Baudezernent empfiehlt Ablehnung

Die Verwaltung empfiehlt eine Ablehnung des Antrages und bezeichnet das Verbrennen von Tonnen von Holz indiekt als Klimaneutral. So heißt es in der Stellungnahme des Baudezernenten: „Für ein Biomasseheizkraftwerk können verschiedene Arten von Biomasse, wie z. B. Holz aus forstwirtschaftlichen Pflegemaßnahmen oder landschaftspflegerischen Eingriffen zum Einsatz kommen. Eine negative Klimabilanz ergibt sich aber nur dann, wenn mehr Holz verbrannt wird, als nachwächst.“ Die Verwaltung hebt außerdem hervor: „Eine generelle Ablehnung von Biomasseheizkraftwerken ist daher nicht zielführend und würde die lokale Wertschöpfung, sowie nachhaltige Nutzung regenerativer Energien verhindern.“

Die Sitzung der Stadtvertretung kann am kommenden Montag ab 17 Uhr in Echtzeit auf der Internetseite der Stadt Schwerin unter www.schwerin.de/stream angesehen werden.

Hier können der Antrag und die Stellungnahme der Verwaltung angesehen und heruntergeladen werden:


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