(stm)
Schweriner Stadtverwaltung veröffentlicht Zahlen zum Trinkwasser- und Abwasserverbrauch
Anfrage eines Bürgers bringt aktuelle Daten ans Licht
Eine aktuelle Anfrage eines Bürgers an den Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Schwerin hat neue Einblicke in den Trinkwasser- und Abwasserverbrauch städtischer Einrichtungen geliefert. Wie aus der schriftlichen Antwort hervorgeht, belaufen sich die durchschnittlichen jährlichen Trinkwasserverbräuche in den städtischen Ämtern, Schulen und weiteren kommunalen Einrichtungen auf rund 50.000 Kubikmeter.
Folgende Verbräuche konnten für die Jahre 2018 bis 2023 berichtet werden: 2018: 49.527 m³, 2019: 49.310 m³, 2020: 50.077 m³, 2021: 48.372 m³, 2022: 50.247 m³, 2023: 49.317 m³.
Bei den Kosten für die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung zeigt sich in den letzten Jahren eine gewisse Schwankung, die teils auf die Pandemiezeit zurückzuführen ist. Laut Antwort des Oberbürgermeisters beliefen sich die Ausgaben für Trinkwasser, Abwasser und Niederschlagswasser im Jahr 2021 auf rund 37.400 Euro, fielen 2022 auf etwa 28.700 Euro und stiegen 2023 wieder auf knapp 35.800 Euro. Für 2024 liegen noch keine finalen Abrechnungswerte vor.
Wie die Stadt Wasser sparen will
Aus dem offiziellen Schreiben lässt sich ebenfalls ablesen, dass die Landeshauptstadt Schwerin seit Jahren gezielt darauf hinarbeitet, den Ressourcenverbrauch in öffentlichen Gebäuden zu verringern. So seien laut Oberbürgermeister wassersparende Armaturen in Toiletten und Küchen verbaut, und in einigen Bereichen würden Regenwassernutzungen (etwa für Grünanlagen) angestrebt. Zusätzlich werde fortlaufend an einer Optimierung der Abwassersysteme gearbeitet, um Leckagen zu vermeiden und Rattenbildung in den Kanälen einzudämmen.
Ein wesentliches Ziel bleibt dabei, den Trinkwasserverlust im städtischen Netz unter 1 % zu senken – ein ehrgeiziger Wert, bedenkt man, dass die durchschnittliche Verlustquote in Deutschland bei rund 7 % liegt. Eine konkrete CO₂-Bilanz für die Produktion eines Liters Trinkwasser und dessen Reinigung durch die Abwasserbehandlung liegt noch nicht vor. Allerdings verweisen die Verantwortlichen auf wissenschaftliche Erkenntnisse, wonach die Bereitstellung von einem Liter Trinkwasser durchschnittlich etwa 0,35 Gramm CO₂ verursacht.
Die Verwaltung betont, dass der Klimaschutz – etwa durch die Einbindung erneuerbarer Energien und die Vermeidung unnötigen Wasserverbrauchs – ein fortwährendes Thema im städtischen Handeln sei. Die bereitgestellten Zahlen unterstreichen den Ansatz der Landeshauptstadt Schwerin, trotz unvermeidlicher Herausforderungen, die Ressourcen möglichst effizient zu nutzen und den Wasserverbrauch dauerhaft zu reduzieren.
Hier kann die Anfrage des Bürgers Ronny Alex, sowie die Antwort der Verwaltung angesehen und heruntergeladen werden:














