(stm) Am heutigen Freitag, dem 14. Februar 2025, gingen deutschlandweit tausende Klimaaktivisten und Umweltschützer auf die Straßen, um für eine gerechte und konsequente Klimapolitik zu demonstrieren. Auch in Schwerin versammelten sich in der Spitze bis zu 300, um ein starkes Zeichen zu setzen. Der Protest wurde vom BUND Mecklenburg-Vorpommern, der BUNDjugend M-V und Fridays for Future Schwerin organisiert.

Auffällig hohe Polizeipräsenz

Ungewöhnlich, aber zu erwarten war an diesem Tag die verstärkte Polizeipräsenz. Die Demonstration wurde von mehr Einsatzkräften begleitet als bei vergangenen Klimastreiks. Ein befremdlicher Anblick bot sich in der Fußgängerzone, als ein Polizeiwagen auf einem LED-Schild den Hinweis „Überholverbot“ anzeigte – eine irritierende Maßnahme bei einem Protestzug. Zudem blockierten Polizeifahrzeuge gezielt Straßenabschnitte, um ein Befahren der Zwischenkundgebungsorte zu verhindern.

Hintergrund dieser Maßnahmen dürfte ein Vorfall auf der ver.di-Demonstration in München am Vortag sein. Ein Mann war dort mit seinem Auto absichtlich in eine Menschenmenge gefahren und hatte mehrere Personen verletzt, von dnenen einige noch immer in Lebengefahr sind. Die Behörden reagierten darauf mit erhöhter Sicherheitsstufe bei Demonstrationen im gesamten Bundesgebiet. Auch in Schwerin waren daher verstärkte Absperrungen und polizeiliche Maßnahmen zu beobachten, um mögliche Gefährdungen frühzeitig zu verhindern.

Klare Forderungen für den Klimaschutz

Die Demonstrierenden machten deutlich, dass die Klimakrise längst Realität ist und sich weiter verschärft. Sie verwiesen auf die zunehmenden Extremwetterereignisse wie Stürme, Dürren und Überschwemmungen, die nicht nur Mensch und Natur bedrohen, sondern bereits jetzt spürbare Schäden anrichten.

In ihren Redebeiträgen forderten sie die Bundesregierung dazu auf, endlich entschlossen Maßnahmen zu ergreifen, um die Klimaziele einzuhalten. Kritisiert wurde, dass im aktuellen Wahlkampf weniger darüber debattiert wird, wie Klimaschutz erreicht werden kann, sondern vielmehr darüber, welche Maßnahmen abgeschwächt oder sogar zurückgenommen werden sollen.

Besondere Bedeutung hatte der Protest auch mit Blick auf die Bundestagswahl am 23. Februar 2025. Die Demonstrierenden appellierten an die Wählerinnen und Wähler, genau hinzusehen, welche Parteien Klimaschutz ernst nehmen und wer stattdessen fossile Energien weiter fördern will. Insbesondere die Diskussion um den Verbrennungsmotor, das Festhalten an Gasheizungen und die wieder aufkommende Debatte über Atomkraft wurden scharf kritisiert.

Ein zentrales Anliegen war auch die soziale Gerechtigkeit in der Klimapolitik. Die Organisatoren betonten, dass Klimaschutz nicht auf Kosten derjenigen gehen dürfe, die ohnehin finanziell benachteiligt sind. Vielmehr müsse sichergestellt werden, dass alle Menschen Zugang zu bezahlbarer, nachhaltiger Energie haben und der notwendige Umbau der Wirtschaft sozial verträglich gestaltet wird.

Teil des weltweiten Klimastreiks

Die Demonstration in Schwerin war Teil eines globalen Protesttages, zu dem Fridays for Future aufgerufen hatte. In zahlreichen Städten weltweit gingen Menschen auf die Straße, um auf die Dringlichkeit der Klimakrise hinzuweisen und einen sofortigen Kurswechsel in der Politik zu fordern.

Ob die Demonstration Auswirkungen auf die politische Debatte in der heißen Phase vor der Bundestagswahl haben wird, bleibt abzuwarten.


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