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Am 30. April 2025 setzt Schwerin ein Zeichen gegen Gewalt – insbesondere gegen Gewalt an Frauen, Lesben, inter-, nicht-binäre, trans und agender Personen, für die dieser Nachtspaziergang ausschließlich offen steht. Die (ask) lädt gemeinsam mit dem FLINTA-Kollektiv und dem Kulturzentrum Komplex zu einem Nachtspaziergang durch die Stadt ein. Start ist um 21 Uhr an der Schlossbrücke.
Der Spaziergang ist als Demonstration angemeldet und führt durch zentrale Bereiche der Innenstadt – vom Schlossgarten über den Bertha-Klingenberg-Platz, entlang am Theater und Dom, vorbei am Pfaffenteich bis zum Hauptbahnhof. Die Route dauert etwa eine Stunde. Ziel ist es, auf Gewalt und Ausgrenzung aufmerksam zu machen und für ein gesellschaftliches Miteinander einzustehen, in dem sich alle – unabhängig von Geschlecht oder Identität – frei und sicher bewegen können. Deswegen, werden zu dieser Demonstration ausnahmsweise keine „cis“ Männer geladen.
Persönlichkeiten, Geschichte und klare Botschaften
Entlang der Strecke werden Schweriner Persönlichkeiten vorgestellt, die sich mutig für Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie eingesetzt haben – darunter Bertha Klingenberg, Paul Eduard Junker und Marianne Grunthal. Auch die heutige Carl-Friedrich-Flemming-Klinik wird thematisiert – einst ein Ort des NS-Euthanasieprogramms, dem viele psychisch kranke oder als „abweichend“ betrachtete Menschen zum Opfer fielen.
An mehreren Haltepunkten auf der Route gibt es kurze Redebeiträge von Teilnehmenden, die eigene Erfahrungen oder Gedanken zum Thema teilen möchten. Ein Awareness-Team begleitet die Veranstaltung und steht für Gespräche und Unterstützung bereit.
Zahlen, die nicht schweigen
Dass es diese Veranstaltung braucht, zeigen die Fakten: Im Jahr 2023 wurden bundesweit über 52.000 Mädchen und Frauen Opfer sexueller Gewalt. Jede dritte Frau erlebt im Laufe ihres Lebens körperliche oder sexualisierte Gewalt. Besonders betroffen sind auch queere Menschen, vor allem jene, die nicht dem klassischen Rollenbild entsprechen.
Viele meiden auch deshalb nachts bestimmte Straßen, Plätze oder öffentliche Verkehrsmittel. Hier will der Nachtspaziergang ein deutliches Zeichen setzen: Für Sichtbarkeit, für Sicherheit – und für Zusammenhalt.
Abschluss im Komplex: Party, Musik, Gespräche und Solidarität
Im Anschluss an die Demo findet im Kulturzentrum Komplex eine solidarische Party statt. Das FLINTA-Kollektiv gestaltet den Abend mit Musik, Essen, Getränken und Raum für Austausch. Auf der Bühne stehen die Bands Kodder und Roter Hering. Der Eintritt ist für die oben genannten Gruppen reduziert.
Die Veranstaltenden laden ausdrücklich alle ein, die sich für ein respektvolles und faires Zusammenleben einsetzen wollen – egal ob sie mit Begriffen wie „FLINTA“ vertraut sind oder sich mit geschlechtergerechter Sprache schwertun. Entscheidend ist das gemeinsame Ziel: Gewaltfrei und selbstbestimmt leben – für alle Menschen.
Kontakt und Infos:
📧 ask-groeger@posteo.de
📷 Instagram: @askschwerin
🌐 aktionstadtundkulturschutz.com/feministische-stadtentwicklung














