Die anhaltende Umweltverschmutzung auf dem Gelände des Recyclingunternehmens ALBA in Schwerin sorgt weiterhin für Unmut in der Stadtpolitik. Bereits seit über zweieinhalb Jahren ist bekannt, dass der Uferbereich um den Ziegeleiteich selbst, angrenzend zum ALBA-Gelände in Lankow, durch Plastikabfälle stark verunreinigt ist. Trotz mehrfacher Hinweise und Beschwerden wurden bislang keine ausreichenden Maßnahmen zur Beseitigung der Verschmutzung ergriffen. http://www.schwerin.news war vor Ort und hat die Zustände dokumentiert.

Der angrenzende Teich. Auch dort schwimmt Plastikmüll.

Umso bezeichnender ist auch eine Meldung, die in der Ostseezeitung erschien, in der geschrieben wurde, dass der Reporter gerne in einigen Wochen wieder vorbeikommen dürfe, um Bilder zu machen. So lange wollen wir natürlich unsere Leserinnen und Leser nicht warten lassen. http://www.schwerin.news war vor Ort und hat die Situation in Video und Bild dokumentiert. Augenscheinlich hat sich bisher sehr wenig getan. Auch passen viele der „Plastikstücke“ nicht zu der Theorie, dass hier Vögel alles verschleppt und verteilt hätten. Oder wann haben Sie, liebe Leserin und lieber Leser, das letzte Mal einen Raben mit einem großen Plastikeimer gesehen? Das Gelände gleicht einer Mülldeponie. Gewässer, Böden, Sträucher sind verschmutzt.

Für Natur, Tier und Pflanzen eine Belastung – die „Müllkippe“ neben dem ALBA Gelände, die angeblich Vögel verursacht haben…

ALBA Umweltverschutzung im Hauptausschuss thematisiert

In der vergangenen Sitzung des Hauptausschusses wurde das Thema erneut unter „Sonstiges“ behandelt. Stadtvertreter Manfred Strauß (UB) äußerte sich empört über die Untätigkeit der Verwaltung und forderte Umweltdezernent Bernd Nottebaum auf, sich persönlich der Sache anzunehmen und gegebenenfalls Bußgelder zu verhängen. Auch die ASK Schwerin forderte in einer E-Mail an den Umweltdezernenten sofortiges Handeln von der Stadtverwaltung und Umweltbehörde.

Bereits im September 2023 berichtete schwerin.news über die Umweltproblematik auf dem ALBA-Gelände. Damals wurde bekannt, dass offen gelagerte Leichtverpackungsabfälle Vögel wie Möwen und Krähen anlockten, die den Müll in die Umgebung trugen. ALBA sprach von einer „Rabenplage“ als Ursache und ergriff kurzfristige Maßnahmen wie den Einsatz von Geräuschgeräten und Vogelscheuchen. Seit 2023 lagert das Unternehmen nach eigenen Angaben die Abfälle nun in einer überdachten Halle, um die Verbreitung des Mülls durch Vögel zu unterbinden. Dennoch konnte die Müllentfernung bislang nicht vollständig abgeschlossen werden; für den Winter 2024/2025 waren weitere Arbeiten geplant, die bis heute, Ende April 2025, nicht beendet sind. gerade mal 1/3 des Geländes sei abgesammelt – doch auch daran dürfen nach den Bildern von vor Ort Zweifel angemeldet werden.

Stadtverwaltung glänzt durch Untätigkeit

Die Stadtverwaltung betonte, dass die Betreiberfirma bereits im Bundesimmissionsschutzgesetz verankerte Pflichten habe und daher keine spezifischen Auflagen erlassen wurden. Kontrollen erfolgen alle drei Jahre und unangekündigt. Die bisherigen Überwachungen zeigen, dass die Verschmutzung besteht, jedoch arbeitet die Betreiberfirma daran, dieses Problem zu lösen. So der Sachstand von vor über einem Jahr. Nach dem, was http://www.schwerin.news nun sehen konnte, scheinen die Bemühungen von Alba nicht ernsthaft voranzugehen.

Die Stadtverwaltung steht nun in der Verantwortung, zeitnah wirksame Maßnahmen zu ergreifen, um die Umweltverschmutzung zu beseitigen und zukünftige Vorfälle zu verhindern. So forderte die ASK beispielsweise Bußgelder, und auch die UB forderte auf der Hauptausschusssitzung den Umweltdezernenten auf, aktiv zu werden.

Hier FB Live Video von der Situation vor Ort. Danke an ask für hochladen auf youtube. Dadurch ist es hier leichter verlinkbar. Ansonsten kann der Live-Besuch auch auf der Facebook Seite von schwerin.news angesehen werden:

Link: https://www.facebook.com/share/r/18jUaY5o9o/

Hier Fotos von ALBA Nachbargelände (24.04.2025)


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