(stm)
Vor einem Monat feierte die Kita Mosaik noch ihren 45sten Geburtstag. Wenn es nach aktuellen Planungen geht, wird es die letzte Feier dieser Art gewesen sein. Die Kita Mosaik steht vor der Schließung.
Die Eltern der Kita Mosaik in Schwerin wenden sich mit einem eindringlichen Appell an Öffentlichkeit, Stadtverwaltung und Träger. In einem offenen Brief kritisieren sie die geplante Schließung der Einrichtung zum 31. Dezember 2025 und fordern Transparenz sowie gemeinsame Lösungen, um den Standort oder das pädagogische Team zu erhalten.
Nach Angaben der Eltern ist die Entscheidung nicht auf sinkende Kinderzahlen zurückzuführen, sondern auf technische Mängel am Gebäude. Die Kita sei voll belegt und arbeite seit Jahren mit hoher Qualität. „Für uns Eltern, die Kinder und das engagierte Erzieherteam ist diese Nachricht ein schwerer Schlag“, heißt es in dem Schreiben.
Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner loben ausdrücklich das eingespielte Erzieherteam, das über viele Jahre gemeinsam gewachsen sei und für Kontinuität, Einfühlungsvermögen und Nähe zu den Familien stehe. „Wir möchten nicht, dass diese Einrichtung still und leise verschwindet“, schreiben die Eltern. Es gehe dabei nicht nur um Arbeitsplätze, sondern vor allem um die Kinder, die in ihrem vertrauten Umfeld weiter aufwachsen sollten.
Eltern fordern Lösungen
In ihrem Appell richten die Eltern eine deutliche Forderung an die Landeshauptstadt Schwerin und die Volkssolidarität als Trägerin der Einrichtung: Beide sollten alles daransetzen, eine tragfähige Lösung zu finden, um den pädagogischen Betrieb aufrechtzuerhalten und das bestehende Team zu sichern. „Es geht nicht nur um ein Gebäude – es geht um Kinder, Familien und Menschen, die mit Leidenschaft und Verantwortung ihren Beruf leben“, betonen die Eltern im Schreiben.
Die Kita Mosaik betreut in der Pilaer Straße rund 130 Kinder im Alter von wenigen Monaten bis zum Schuleintritt. Sie wird von der Volkssolidarität Südwestmecklenburg e. V. betrieben. Der Träger hatte die Schließung mit gravierenden baulichen Mängeln begründet.

Die Eltern hoffen nun, dass ihr Brief Gehör findet und das Thema öffentlich diskutiert wird. Sie wünschen sich, dass Stadt, Politik und Träger gemeinsam nach Wegen suchen, um die Kita zu erhalten – notfalls an einem anderen Standort, aber mit demselben Team und pädagogischem Konzept. Für viele Familien ist die Kita Mosaik mehr als eine Betreuungseinrichtung: Sie ist ein gewachsenes Stück Gemeinschaft, das man nicht kampflos aufgeben will.



















