Busse, Demo, Kundgebung: ver.di ruft Telekom-Beschäftigte zur Großkundgebung in Schwerin auf

(stm/red)

Am Mittwoch, dem 20. Mai 2026, wird Schwerin zum zentralen Schauplatz eines Warnstreiks bei der Telekom. Die Gewerkschaft ver.di Nord ruft Beschäftigte aus Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg zu einem gemeinsamen Streiktag in der Landeshauptstadt auf.

Demozug durch Schwerin geplant

Nach Angaben von ver.di sollen zahlreiche Beschäftigte aus Telekom-Standorten im Norden per Bus nach Schwerin anreisen. Die Veranstaltung beginnt gegen 10.30 Uhr. Geplant ist zunächst ein Demonstrationszug vom Jägerweg über die Graf-Schack-Allee und die Geschwister-Scholl-Straße zurück zum Jägerweg. Die anschließende Kundgebung findet auf dem Bertha-Klingberg-Platz statt.

Durch die Anreise der Busse sowie den Demonstrationszug kann es am Mittwoch vor, während und nach der Veranstaltung zu Verkehrsbehinderungen kommen.

ver.di: Angebot reicht nicht aus

Hintergrund des Warnstreiks sind die laufenden Tarifverhandlungen für bundesweit rund 60.000 Tarifbeschäftigte der Telekom. Nach drei Verhandlungsrunden sieht ver.di bislang kein einigungsfähiges Ergebnis. Das bisherige sogenannte Strukturangebot der Arbeitgeberseite wurde von der Verhandlungskommission als unzureichend zurückgewiesen.

„Die Warnstreiks der vergangenen Tage und Wochen haben zwar Bewegung in die Verhandlungen gebracht, ein Ergebnis ist jedoch weiterhin nicht erkennbar“, erklärt Annett Enter, Landesstreikleiterin von ver.di Nord. Deshalb müsse man nun „Flagge zeigen“ und stärker mobilisieren.

Gewerkschaft fordert 6,6 Prozent mehr Geld

ver.di fordert eine Entgelterhöhung von 6,6 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Zusätzlich verlangt die Gewerkschaft einen Mitgliederbonus von 660 Euro pro Jahr. Für Auszubildende und dual Studierende sollen die Vergütungen um monatlich 120 Euro steigen. Auch für Nachwuchskräfte fordert ver.di einen zusätzlichen Mitgliederbonus von 240 Euro jährlich.

Die Gewerkschaft begründet ihre Forderungen unter anderem mit den Gewinnen des Konzerns und den Ausschüttungen an Aktionäre. Es sei nicht akzeptabel, so Enter, wenn für die Beschäftigten nicht einmal klar erkennbar sei, wie ein Reallohnverlust verhindert werden solle.


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