(stm/red)
Schwerin steht vor heißen Tagen. Nach dem heutigen Hitzefreitag gilt auch für Samstag eine Hitzewarnung des Deutschen Wetterdienstes auch für Schwerin: Erwartet wird eine starke Wärmebelastung, besonders ältere und pflegebedürftige Menschen können dadurch stark belastet werden. Für Freitag und Samstag werden in Schwerin jeweils rund 30 Grad erwartet, gegen Nachmittag stehen auch 32 Grad in Aussicht.
Ein kleiner, aber wichtiger Baustein im Hitzeschutz sind die öffentlichen Trinkwasserbrunnen. Nach Angaben der Landeshauptstadt und der WAG gibt es inzwischen fünf Standorte in Schwerin: am Marienplatz in der Schlossstraße, auf dem Marktplatz, am Südufer des Pfaffenteichs, am Dreescher Markt neben der Schwimmhalle und am Skatepark Lankow. Sie stehen vom Frühjahr bis Herbst als kostenlose Durstlöscher zur Verfügung.
Die WAG verweist dabei ausdrücklich auf den Hitzeschutz: Der Ausbau der Trinkbrunnen soll Einwohnerinnen, Einwohner und Gäste mit frischem, kühlem Wasser versorgen und spiele im Hitzeaktionsplan der Stadt eine zentrale Rolle. Gleichzeitig sollen Einwegflaschen vermieden werden. Die Trinkwasserqualität werde regelmäßig kontrolliert, unter anderem nach der Winterpause und durch monatliche Analysen. Das Leitungwasser in Schwerin ist also trinkbar. Hier wird die Trinkwasserqualität täglich angegeben: Trinkwasserqualität – WAG Schwerin
Auch das Land Mecklenburg-Vorpommern hat inzwischen einen gesundheitsbezogenen Hitzeschutzplan erarbeitet. Er richtet sich vor allem an Kommunen, Gesundheitsämter und Einrichtungen mit besonders gefährdeten Menschen, ist aber auch für die Öffentlichkeit abrufbar. Das Gesundheitsministerium warnt: Hitze ist längst mehr als nur unangenehm – sie kann die Gesundheit ernsthaft belasten. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kinder, geschwächte Personen und Menschen mit Vorerkrankungen.
Fünf Tipps gegen Hitze in Schwerin
1. Trinkflasche mitnehmen und unterwegs auffüllen
Wer in der Innenstadt, am Pfaffenteich, am Dreescher Markt oder in Lankow unterwegs ist, sollte eine Flasche dabeihaben. Die Trinkbrunnen machen es leicht, regelmäßig Wasser nachzufüllen – kostenlos und ohne Plastikmüll.
2. Mittagshitze meiden
Besorgungen, Sport und längere Wege besser auf den Morgen oder Abend legen. Der Deutsche Wetterdienst rät, direkte Sonne und große Anstrengungen in der heißesten Zeit zu vermeiden.
3. Schatten statt Asphalt suchen
Parks, Uferbereiche, Bäume und schattige Plätze sind an heißen Tagen Gold wert. Große Asphalt- und Betonflächen speichern Wärme und heizen zusätzlich auf. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt deshalb, direkte Sonne und aufgeheizte Räume zu meiden und gezielt kühlere Orte aufzusuchen.
4. Wohnung tagsüber abdunkeln, früh lüften
Fenster morgens und abends öffnen, tagsüber möglichst geschlossen halten und Räume verschatten. Der DWD empfiehlt ausdrücklich, Innenräume kühl zu halten und direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden.
5. Auf Nachbarn, Kinder und Ältere achten
Hitze trifft nicht alle gleich. Gerade ältere, alleinlebende oder pflegebedürftige Menschen, kleine Kinder und Menschen mit Vorerkrankungen brauchen besondere Aufmerksamkeit. Bei Schwindel, Verwirrtheit, starken Kopfschmerzen oder Kreislaufproblemen sollte man nicht abwarten, sondern Hilfe holen – im Notfall über 112.
Rufen sie ältere Verwandte an, erinnern Sie Personen an regelmäßiges Trinken.
Kurz gesagt: Schwerin hat mit seinen Trinkwasserbrunnen einen sichtbaren und praktischen Baustein im Hitzeschutz. Entscheidend bleibt aber, dass die Menschen diese Angebote auch kennen und nutzen. An heißen Tagen gilt: trinken, Schatten suchen, Tempo rausnehmen – und aufeinander achten.















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