Vom Außenarbeitsplatz zur Festanstellung: René Freuck arbeitet jetzt fest im Kinderzentrum Mecklenburg

(stm/red/PM Vielfalter)

Über das „Budget für Arbeit“ ist einem Schweriner der Schritt aus der Werkstatt in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis gelungen. Die Vielfalter gGmbH sieht darin ein Beispiel dafür, wie Inklusion im Arbeitsleben praktisch funktionieren kann.

Aus Begleitung ist Beschäftigung geworden: René Freuck arbeitet seit dem 1. April 2026 fest im Kinderzentrum Mecklenburg. Der 45-jährige Schweriner ist dort sozialversicherungspflichtig beschäftigt – ermöglicht durch das sogenannte „Budget für Arbeit“. Das teilt die Vielfalter gGmbH in einer Pressemitteilung mit.

Freuck war bereits seit Anfang 2022 auf einem Außenarbeitsplatz im Kinderzentrum Mecklenburg tätig. Das bedeutet: Er gehörte weiterhin zur Vielfalter gGmbH, arbeitete aber schon direkt im Kinderzentrum. Dort unterstützte er unter anderem bei Hausmeistertätigkeiten, lernte Abläufe und Team kennen – und wurde nach und nach fester Bestandteil des Arbeitsalltags.

„Ich arbeite gern hier. Die Arbeit macht mir Spaß und ich kenne die Menschen“, sagt René Freuck laut Pressemitteilung. „Ich freue mich, dass ich jetzt fest dazugehöre.“

„Ein absoluter Zugewinn“

Auch im Kinderzentrum Mecklenburg wird der Schritt positiv bewertet. Geschäftsführerin Kristina Timmermann betont, dass sich Unternehmen solchen Wegen stärker öffnen sollten. „René Freuck ist vom ersten Tag an ein absoluter Zugewinn. Er gehört zu unserem Arbeitsalltag, ist verlässlich, motiviert und bringt sich dort ein, wo Unterstützung gebraucht wird“, wird Timmermann zitiert.

Begleitet wurde der Übergang durch die Berufliche Inklusion der Vielfalter gGmbH. Das Team unterstützt sowohl Beschäftigte als auch Arbeitgeber vor und nach dem Wechsel auf den allgemeinen Arbeitsmarkt.

René Freucks beruflicher Weg bei den Vielfaltern begann bereits 2011. Zunächst war er im Berufsbildungsbereich tätig, später wechselte er in den Garten- und Landschaftsbau. Der Außenarbeitsplatz im Kinderzentrum wurde nun zur festen Stelle.

Drei Übergänge in drei Monaten

Nach Angaben der Vielfalter gGmbH wurden in den vergangenen drei Monaten in Schwerin drei Menschen aus unterschiedlichen Werkstätten auf ihrem Weg in den allgemeinen Arbeitsmarkt begleitet.

Thomas Wolf, Prokurist und Werkstattleiter der Vielfalter gGmbH, sieht darin auch eine Aufgabe der Werkstätten selbst. „Eine Werkstatt ist auch ein Ort, an dem berufliche Entwicklung beginnt und neue Wege vorbereitet werden“, erklärt Wolf. Ziel sei es, Menschen so zu unterstützen, „dass sie dort arbeiten, wo es zu ihnen und zu ihrem Leben passt“.

Was ist das Budget für Arbeit?

Das Budget für Arbeit wurde 2018 mit dem Bundesteilhabegesetz eingeführt. Es richtet sich an Menschen mit Behinderung, die in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung arbeiten oder Anspruch auf Leistungen im Arbeitsbereich einer Werkstatt haben.

Wenn ein privater oder öffentlicher Arbeitgeber ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis anbietet, kann das Budget für Arbeit den Wechsel auf den allgemeinen Arbeitsmarkt unterstützen. Arbeitgeber können dabei unter anderem einen Lohnkostenzuschuss erhalten. Auch Anleitung und Begleitung am Arbeitsplatz können finanziert werden.

Für die Vielfalter gGmbH zeigt das Beispiel aus dem Kinderzentrum Mecklenburg, dass berufliche Inklusion gelingen kann, wenn Werkstatt, Arbeitgeber und öffentliche Leistungsträger zusammenarbeiten. Am Ende profitieren beide Seiten: Menschen mit Behinderung erhalten eine neue berufliche Perspektive, Unternehmen gewinnen motivierte Mitarbeitende, die im Alltag gebraucht werden.

René Freuck arbeitet seit April fest im Kinderzentrum Mecklenburg. Begleitet wurde der Übergang durch die Berufliche Inklusion der Vielfalter gGmbH. Foto: Vielfalter gGmbH


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