(red)
Wer in Lankow unterwegs ist, merkt schnell: Hier ist Leben in der Bude, aber auch jede Menge Bewegung. Der Stadtteil hat in den vergangenen Jahren turbulente Zeiten erlebt und dabei immer wieder bewiesen, wie viel Kraft in seiner Gemeinschaft steckt. Ob hart gerungene Entscheidungen wie beim Stadtteilpark, der Bürgerentscheid oder die schiere Menge an Vereinen und Initiativen, die unter einen Hut gebracht werden wollen – Lankow ist bunt, aktiv, fordert aber auch heraus. Damit dieses lebendige Gefüge nicht aus dem Takt gerät, schaltet die Landeshauptstadt Schwerin jetzt den nächsten Gang ein und schreibt das Stadtteilmanagement für das Quartier offiziell neu aus.
Seit 2018 läuft in Lankow das Städtebauförderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“. Wer hier als Stadtteilmanager antritt, sitzt an den Schalthebeln des Quartierslebens. Es geht darum, die Brücke zu schlagen zwischen den Menschen vor Ort, der Ortsteilvertretung, den unzähligen Vereinen und der Stadtverwaltung. Die Anforderungen an den künftigen Träger haben es in sich. Auf dem Papier klingt das nach Verwaltung und Netzwerkarbeit, bedeutet im Alltag aber vor allem eins: nah bei den Menschen sein.
Zu den zentralen Aufgaben gehört die Koordination und Vernetzung der zahlreichen Gruppen und Vereine, die im Stadtteil aktiv sind. Hinzu kommen die Aktivierung der Anwohner, die Organisation von Stadtteilkonferenzen und die Verwaltung des Verfügungsfonds für kleinere Projekte. Ein echtes Brett für die kommenden Jahre ist zudem die Inbetriebnahme des neuen Bürgerhauses. Der künftige Träger soll das neue Stadtteilzentrum koordinieren, die Raumbuchungen verwalten und das Haus mit Leben füllen. Neben der regulären Arbeit im Stadtteil gehören auch Abendtermine und Einsätze am Wochenende – etwa bei Stadtteilfesten und für die Öffentlichkeitsarbeit – ganz selbstverständlich zum Profil.
Gesucht werden erfahrene Träger aus der Gemeinwesenarbeit oder dem Stadtteilmanagement, die wissen, wie man Moderation, Projektmanagement und kaufmännische Abwicklung unter einen Hut bringt. Der Start ist mit einem Umfang von 20 Wochenstunden geplant, wobei durch das kommende Bürgerhaus durchaus noch Flexibilität gefragt ist. Die Stadt will Planungssicherheit schaffen und setzt auf Kontinuität, weshalb die neue Beauftragung bis mindestens 2030 laufen soll.
Wer den Hut in den Ring werfen will, muss sich beeilen. Die vollständigen Bewerbungsunterlagen inklusive Fachkonzept, Vernetzungsstrategie und Kostenkalkulation müssen bis zum 29. August 2026 bei der Landeshauptstadt Schwerin unter der E-Mail-Adresse stadtplanung@schwerin.de eingereicht werden. Entschieden wird am Ende über die Qualität des Konzepts, die Vernetzungsstrategie und die Erfahrung des Trägers. Für Lankow beginnt damit das nächste spannende Kapitel.















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