(stm/red)
Die Planungen für die „erste offizielle“ Fahrradstraße der Landeshauptstadt wechseln von der Theorie in die Umsetzung: Für die grundhafte Erneuerung der Mecklenburgstraße im Abschnitt zwischen der Geschwister-Scholl-Straße und der Graf-Schack-Allee laufen derzeit die Vorbereitungen auf Hochtouren, um das Vorhaben auf den Weg zu bringen.
Das Projekt ist weit mehr als eine reine Markierung für den Radverkehr. Das Vorhaben gliedert sich in insgesamt zwölf Teilbereiche, die den direkten Umbau des Straßenkörpers sowie massive Tiefbauarbeiten im Untergrund umfassen. Parallel zur Erneuerung der Fahrbahn wird die gesamte Versorgungsinfrastruktur generalüberholt, wozu unter anderem Rohrleitungen für Fernwärme, Niederdruck-Gas, Strom in Nieder- und Mittelspannung sowie Telekommunikations-Leerrohrsysteme gehören. Die Umsetzung stellt dabei strenge Anforderungen an die ausführenden Unternehmen, wie spezielle Zertifizierungen für den Kanalbau, Schweißtechnik und Kabelmontagearbeiten.
Der Umbau basiert auf dem Konzept der optimierten Fahrradstraße, was spürbare Veränderungen für den ruhenden Verkehr mit sich bringt. Von den ehemals rund 150 Kfz-Stellplätzen wird nach Abschluss der Bauarbeiten knapp die Hälfte übrig bleiben (72 Plätze), sodass künftig überwiegend nur noch auf einer Straßenseite geparkt werden kann. Als Ausgleich für die wegfallenden Flächen sind auf der gegenüberliegenden Seite spezielle Abstellanlagen für Lastenräder, zusätzliche Fahrradbügel sowie integrierte Fahrradhäuser für die Anwohnerschaft vorgesehen.
Mit dem Anlaufen des Vergabeverfahrens rückt der praktische Startschuss näher: Der Baubeginn für die umfangreichen Tiefbau- und Umgestaltungsarbeiten ist für Oktober 2026 angesetzt, während die Fertigstellung nach den vorliegenden Planungen für Mitte 2027 eingeplant ist.
Die Fahrradstraße in der Mecklenburgstraße ist eines von mehreren Projekten die für ein fahrradfreundliches Schwerin angedacht sind. Ein Überblick – was sonst so ansteht kann man hier gewinnen:













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