(red)
Die laufenden Straßensanierungsarbeiten am Mühlenberg sorgen derzeit für Diskussionen unter Anwohnern. Während die notwendige Erneuerung der Verkehrswege grundsätzlich begrüßt wird, gibt es Kritik an der Situation für Fußgänger und Nutzer des Nahverkehrs. Besonders ältere Bewohner fühlen sich nach Angaben einer Anwohnerin durch die Einschränkungen belastet. Die zuständigen Stellen verweisen dagegen auf bestehende barrierefreie Wege und die laufenden Maßnahmen zur zügigen Fertigstellung der Baustelle.
Seit dem 13. Juli 2026 finden Sanierungsarbeiten zwischen dem Bereich Immensoll in Neumühle und der Greifswalder Straße in Lankow statt. Im Zuge der Bauarbeiten wurde die Busführung der Linie 14 angepasst. Für die Bewohner des Wohngebietes Mühlenberg bedeutet dies, dass sie derzeit zu Fuß zu anderen Haltestellen ausweichen müssen.
Über das städtische Portal „Klarschiff Schwerin“ wurde Kritik an der aktuellen Situation geäußert. Anwohner bemängeln vor allem, dass es aus ihrer Sicht keine ausreichend erkennbare und ausgeschilderte Ausweichroute für Fußgänger gebe. Besonders ältere Menschen sowie Personen mit Rollatoren oder Gehhilfen hätten Schwierigkeiten, die alternativen Wege zu nutzen.
Die Kritik richtet sich vor allem gegen die Entfernung zu den nächsten erreichbaren Haltestellen. Nach Einschätzung der Anwohner müssen einige Menschen dadurch einen deutlich längeren Weg zurücklegen. Gerade bei sommerlichen Temperaturen stelle dies eine zusätzliche Belastung dar.
Die Stadtwirtschaftlichen Dienstleistungen Schwerin (SDS) sehen die Situation hingegen anders. In ihrer Antwort auf die Meldung über „Klarschiff Schwerin“ verweist die SDS darauf, dass die Haltestellen weiterhin erreichbar seien. Als Alternative stehe ein barrierefreier Fuß- und Radweg zur Verfügung, der parallel zur Barther Straße bis zur Straße Am Leuschenberg führt. Auch die Verbindung in Richtung Lankow sei durch die Bauarbeiten nicht beeinträchtigt.
Die SDS erklärt außerdem, dass die Arbeiten bewusst gleichzeitig an mehreren Stellen durchgeführt würden, um die Bauzeit möglichst kurz zu halten. Eine vollständige Aufrechterhaltung aller bisherigen Verkehrsbeziehungen während einer solchen Sanierungsmaßnahme sei nicht immer möglich. Ziel sei es, die Einschränkungen so gering wie möglich zu halten und die Maßnahme schnell abzuschließen.
Zusätzliche Diskussionen gibt es mit Blick auf den weiteren Bauablauf: Ab dem 3. August soll der Autoverkehr für rund drei Wochen über den Immensoll geführt werden. Anwohner befürchten dadurch eine zusätzliche Belastung für Fußgänger und wünschen sich eine bessere Lösung für den Nahverkehr. Als Vorschlag wurde unter anderem genannt, die Buslinie 14 vorübergehend wieder bis zur Haltestelle Pasewalker Straße fahren zu lassen. Dort gebe es nach Ansicht der Anwohner ausreichend Platz für ein Wendemanöver.
Ob diese Möglichkeit geprüft wird, ist bislang nicht bekannt. Die SDS hält dagegen an der Einschätzung fest, dass die vorhandenen Wege nutzbar und die Einschränkungen aufgrund der notwendigen Bauarbeiten vertretbar seien.













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