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25.000 Euro weg: Schockanruf trifft 81-Jährige in Schwerin
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(red)

Schockanrufe haben am Montag in Hagenow und Schwerin erneut hohe Geldbeträge eingebracht. Eine 81-jährige Schwerinerin übergab 25.000 Euro an einen unbekannten Mann. In Hagenow verlor ein älteres Ehepaar 10.000 Euro.

Der Fall in Schwerin ereignete sich am Montagabend gegen 21.15 Uhr. Eine 81-jährige Frau wurde telefonisch mit der Nachricht konfrontiert, eine Freundin sei verunglückt. Im weiteren Verlauf übernahm ein Mann das Gespräch. Die Telefonate wurden ausschließlich in russischer Sprache geführt.

Die Täter setzten offenbar gezielt auf die Angst und Verunsicherung der Seniorin. Im weiteren Verlauf übergab die Frau schließlich 25.000 Euro an einen unbekannten Mann, der an ihrer Wohnungstür in der Pecser Straße erschien.

Nach Angaben der Polizei soll der Mann dem Tatverdächtigen ähneln, der wenige Stunden zuvor in Hagenow als Geldbote eingesetzt wurde.

Dort hatte eine 73-jährige Frau gegen 11.30 Uhr einen Anruf von einer unbekannten Frau erhalten, die sich als Richterin ausgab. Die Anruferin behauptete, die Tochter der Seniorin sei in einen Verkehrsunfall verwickelt worden und befinde sich im Krankenhaus. Gegen die Zahlung von 10.000 Euro könne eine angebliche Schuld abgewendet werden. Auch hier wurden die Gespräche ausschließlich auf Russisch geführt.

Das Geld wurde anschließend an der Wohnanschrift in der Lessingstraße an einen Boten übergeben.

Der bislang unbekannte Mann wird als etwa 20 bis 22 Jahre alt und rund 1,70 Meter groß beschrieben. Er soll kurze braune beziehungsweise dunkelblonde Haare haben und keinen Bart tragen. Bekleidet war er mit einer dunkelblauen Jeans und einem hellen Kapuzenpullover.

Ob hinter beiden Fällen dieselben Täter stehen, ist Bestandteil der laufenden Ermittlungen.

Die Polizei sucht Zeugen. Wer am Montagmittag verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich der Lessingstraße in Hagenow beobachtet hat oder am Montagabend gegen 22 Uhr in der Pecser Straße in Schwerin etwas Verdächtiges bemerkt hat, wird gebeten, sich zu melden.

Hinweise für den Fall in Hagenow nimmt die Polizei unter 03883 631-0 entgegen. Für Hinweise zum Schweriner Fall ist die Polizei unter 0385 5180-2224 erreichbar.

Die Polizei warnt erneut davor, am Telefon auf Forderungen nach Geld oder Wertgegenständen einzugehen. Wer von einem angeblichen Unfall, einer Festnahme oder einer anderen Notlage von Angehörigen erfährt, sollte selbst bei der betroffenen Person oder anderen Familienangehörigen nachfragen und im Zweifel die Polizei verständigen.

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