Am Pfaffenteich ist was los: Ente Gunda hat Hunger, und die Menschen am Ufer werfen Brot. Viel Brot. Zu viel Brot? Ab sofort lässt sich die Frage spielerisch klären – schwerin.news hat sein erstes eigenes Mini-Spiel gebaut: Pfaffenteich-Panik.
Das Prinzip ist einfach: Als Ente Gunda fängt man das vom Ufer geworfene Brot. Jedes Stück zählt 20 Gramm, die goldene Semmel bringt satte 50. Doch irgendwann ist die 100-Gramm-Grenze erreicht – und dann rollt das Ordnungsamt an: Schirmmütze, Epauletten, Bußgeldblock. Wer jetzt nicht flink genug ausweicht, kassiert Verwarnungen à la 35 Euro. Fünf Enten-Leben, steigendes Tempo, Highscore inklusive.
Gespielt wird direkt im Browser – auf dem Handy mit dem Finger, am Computer mit Maus oder Pfeiltasten. Das Spiel lässt sich auch als Datei herunterladen und läuft dann ganz offline: hier geht’s zum Spiel.
Hinter dem Spaß steckt echter Naturschutz-Hintergrund. Der Deutsche Tierschutzbund warnt: Brot kann für Enten tödlich sein. Auch der Naturschutzbund NABU rät dringend davon ab, Wasservögel mit Backwaren zu füttern – die Tiere finden in der Natur ausreichend Nahrung, und zu viel Brot macht sie krank und dick. Immer wieder sorgt das Thema auch am Schweriner Pfaffenteich für Diskussionen.
Und die Stadt nimmt das Füttern am Pfaffenteich durchaus ernst – das zeigt gerade ein echtes Verfahren: Vor dem Amtsgericht Schwerin muss sich eine Frau mit einem Bußgeld von 200 Euro plus 30 Euro Gebühren auseinandersetzen, weil sie im September 2025 an der Südufertreppe des Pfaffenteichs Tauben mit einer größeren Menge Vogelfutter gefüttert haben soll. Am 12. Oktober geht der Taubenprozess in die zweite Runde. Ente Gunda schaut genau hin – immerhin spielt ihr neues Spiel an genau dem Ort, an dem das Ordnungsamt auch im echten Leben kein Kavaliersdelikt sieht.
Die 100-Gramm-Regel im Spiel ist den echten Enten gegenüber also fast schon gnädig. Wer mag, nimmt die Botschaft mit auf den nächsten Spaziergang am Wasser: Wenn überhaupt, dann füttern in Maßen – und am besten gar nicht mit Brot.
Titelbild: Pfaffenteich in Schwerin (Foto: schwerin.news Bildarchiv). Das Spiel wurde von der Redaktion selbst programmiert und enthält keine KI-generierten Grafiken.
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