(stm)
In Zeiten, in denen gesellschaftliche Herausforderungen immer größer werden, spielt bürgerschaftliches Engagement eine entscheidende Rolle. Gerade in Schwerin manget es aufgrund der „Konsolidierung“ an Unterstützung für kleine Gruppen und Initiativen. Um derartige Gruppn und Initiativen zu fördern, hat die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) das Förderprogramm „initiativ!“ ins Leben gerufen. Es richtet sich speziell an Initiativen und Organisationen, die keine eigene Rechtspersönlichkeit besitzen oder nicht als gemeinnützig anerkannt sind, aber dennoch gemeinwohlorientierte Projekte umsetzen möchten.
Wer kann sich bewerben?
Das Programm „initiativ!“ richtet sich an eine breite Zielgruppe: Dazu gehören nicht rechtsfähige Initiativen, Vereine in Gründung, Arbeitsgruppen und Bewegungen. Diese Projekte müssen eine Person benennen, die als Verantwortliche für die sachgerechte Verwendung der Fördermittel haftet. Diese Regelung ist wichtig, um sicherzustellen, dass die Gelder zweckgebunden und verantwortungsvoll eingesetzt werden.
Organisationen, die bereits als gemeinnützig anerkannt sind oder Körperschaften des öffentlichen Rechts, können in diesem speziellen Programm keine Förderung beantragen. Für diese Gruppen bietet die DSEE jedoch alternative Förderprogramme an.
Wofür gibt es Fördermittel?
Mit dem Förderprogramm „initiativ!“ können Projektmittel von bis zu 500 Euro beantragt werden, in einigen Fällen sogar bis zu 1.000 Euro. Besonders vorteilhaft: Es ist kein Eigenanteil erforderlich, was gerade für kleinere oder neu entstehende Initiativen eine große Hilfe ist.
Gefördert werden vor allem Sach- und Honorarausgaben, die im Rahmen eines gemeinwohlorientierten Projekts anfallen. Dazu können beispielsweise Kosten für die Moderation eines Workshops, die Erstellung von Informationsmaterialien oder auch Verpflegungskosten für Veranstaltungen zählen. Wichtig ist, dass die Projekte im öffentlichen Interesse liegen und ohne Gewinnerzielungsabsicht durchgeführt werden. Personalkosten sind von der Förderung allerdings ausgeschlossen.
Welche Projekte werden unterstützt?
Das Förderprogramm „initiativ!“ bietet vielfältige Möglichkeiten, gemeinwohlorientierte Projekte zu realisieren. Hier einige Beispiele:
- Strukturen stärken: Fördermittel können verwendet werden, um die internen Strukturen von Initiativen zu verbessern. Dies kann die Einführung digitaler Werkzeuge, die Verbesserung der Kommunikation oder die Vernetzung mit anderen Initiativen umfassen. Auch Schulungen im Bereich Freiwilligenmanagement oder Öffentlichkeitsarbeit können unterstützt werden.
- Engagierte gewinnen und binden: Projekte, die darauf abzielen, neue Engagierte zu gewinnen oder bestehende zu halten, werden ebenfalls gefördert. Dies könnte eine Schnupper-Aktion, die Überarbeitung einer Webseite oder eine Dankeschön-Veranstaltung für langjährige Freiwillige sein – alles, was das Ehrenamt stärkt, ist förderfähig.
- Engagement sichtbar machen: Viele Initiativen leisten großartige Arbeit, die oft im Verborgenen bleibt. Das Förderprogramm hilft dabei, diese Arbeit sichtbarer zu machen – sei es durch Berichterstattung in lokalen Medien, die Erstellung einer Broschüre oder eine Veranstaltung, die den Wert des Engagements herausstellt.
Wie und wann kann man sich bewerben?
Die Antragstellung für das Förderprogramm „initiativ!“ erfolgt über das digitale Fördersystem der DSEE. Um den Prozess zu erleichtern, stehen auf der Website Videoanleitungen zur Verfügung, die Schritt für Schritt durch das Antragsverfahren führen. Bei Fragen bietet das „hallo-Team“ der DSEE Unterstützung per Telefon oder E-Mail.
Interessierte Initiativen können ihren Antrag bis zum 30. September 2024 einreichen. Die geförderten Projekte können in der Regel acht Wochen nach der Antragstellung beginnen und müssen bis spätestens zum 31. Dezember 2024 abgeschlossen sein.
Kommentar
Das Förderprogramm „initiativ!“ der DSEE ist eine großartige Möglichkeit für nicht rechtsfähige Initiativen und nicht gemeinnützige Organisationen, ihre gemeinwohlorientierten Projekte zu verwirklichen. Mit einer Förderung von bis zu 500 Euro (in Ausnahmefällen bis zu 1.000 Euro) und ohne die Notwendigkeit eines Eigenanteils können engagierte Menschen in Deutschland ihre Ideen umsetzen und das Ehrenamt stärken. Die DSEE macht damit deutlich: Jede Form des Engagements ist wertvoll und verdient Unterstützung. Und wenn die Stadt Schwerin das nicht kann, dann ist es doch zumindest gut zu wissen, dass es bundesweit derartige Fördertöpfe gibt.
Weitere Informationen zum Programm sowie die Möglichkeit zur Antragstellung finden sich auf der Website der DSEE unter d-s-e-e.de.
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