(stm)

Zum Jahreswechsel spiegelten die Luftmessdaten an der Station Schwerin-Obotritenring West deutlich die Auswirkungen der Feuerwerksaktivitäten wider. Knapp 7 mal wo hoch wie sonst waren beispielsweise die Messdaten für Feinstaub. Gefahren gehen davon langfristig keine aus. Interessant anzuschauen sind die Messdaten dennoch. Kurz nach Mitternacht verzeichneten die Sensoren erwartungsmäß einen massiven Anstieg der Feinstaubkonzentrationenan . Dies zeigt eindrucksvoll, wie Silvesterfeuerwerk die Luftqualität beeinflusst.

Was sind PM10 und PM2,5?

Feinstaub wird in zwei Hauptkategorien unterteilt: PM10 bezeichnet Partikel mit einem Durchmesser von maximal 10 Mikrometern, während PM2,5 noch kleinere Partikel umfasst, die nur bis zu 2,5 Mikrometer groß sind. Aufgrund ihrer geringen Größe können PM2,5-Partikel tiefer in die Atemwege eindringen und somit potenziell schädlicher für die Gesundheit sein. So Bildungsauftrag erfüllt ;-)

Wie haben sich die Werte entwickelt?

Bis zum Abend des 31. Dezember 2024 lagen die Feinstaubwerte in einem normalen Bereich zwischen 20 und 30 µg/m³. Mit Beginn des neuen Jahres stiegen die Konzentrationen jedoch sprunghaft an. Beide Werte – sowohl für PM10 als auch für PM2,5 – erreichten Spitzen von etwa 120 µg-m³. Damit lagen sie deutlich über dem täglichen Grenzwert von 50 µg/m³ für PM10, der zum Schutz der Gesundheit festgelegt ist.

Witzig ist die kurzzeitige Abnahme der Werte kurz vor dem großen Mitternachtsfeuerwerk. Woran das liegt – kann man nur vermuten. Vielleicht die Pinkelpause vor dem großen Feuerwerk, das Anstoßen auf die nächsten 12 Monate, oder das Familienfeuerwerk für die Kleinen, die früher zu Bett müssen?

Wenig überraschende Ursache: Feuerwerk

Die Ursache für den plötzlichen Anstieg ist klar: Feuerwerkskörper setzen bei der Explosion Feinstaub frei, der in der Luft schwebt und die gemessenen Konzentrationen massiv erhöht. Besonders in windstillen Nächten können sich die Partikel in Bodennähe sammeln, was die Belastung zusätzlich verstärkt.

Bereits in den frühen Morgenstunden des 1. Januar 2025 sanken die Werte wieder auf normale Niveaus. Die Wetterbedingungen, wie Wind und Niederschlag, tragen maßgeblich dazu bei, dass der Feinstaub aus der Luft entfernt wird.

Gesundheitliche Auswirkungen minimal

Die hohe Feinstaubbelastung kann sich kurzfristig negativ auf die Gesundheit auswirken, insbesondere bei empfindlichen Personen. PM10 und PM2,5 können Atemwegsreizungen verursachen und bestehende Erkrankungen verschlimmern. Besonders PM2,5 gilt aufgrund der kleineren Partikelgröße als gesundheitlich kritisch, da diese tiefer in die Lunge gelangen können.

Schwerins Luft hat ansonsten, nach Angaben der Stadt und dem Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie eine gute Qualität: https://www.schwerin.de/mein-schwerin/leben/umwelt-klima-energie/luft-laerm/luftqualitaet/

Wer sich die Messdaten einmal genauer ansehen will findet die Daten der Schweriner, aber auch der anderen Messtationen des Landes Mecklenburg Vorpommern auf folgender Internetseite:

https://umweltportal.mv-regierung.de/lung/lume/stationswerte/47/PM2_5



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