(fab)
Nachdem bereits Heiko Steinmüller (Einzelkandidat), Sebastian Ehlers (CDU) und Petra Federau (AfD) ihre Kandidaturen bekannt gegeben haben, kommt nun eine weitere Kandidatin hinzu.
Schwerin bekommt eine erste gemeinsame Kandidatin von SPD und LINKE für die Oberbürgermeisterwahl 2026: Die Kreisvorstände beider Parteien haben die Landtagsabgeordnete Mandy Pfeifer für das Amt an der Rathausspitze nominiert. Pfeifer ist Fraktionsvorsitzende der SPD in der Stadtvertretung und seit vielen Jahren kommunalpolitisch aktiv.
Sie kündigt einen Wahlkampf „mit Herz, Haltung und im engen Austausch mit den Menschen“ an. Schwerin sei für sie keine anonyme Verwaltungseinheit, sondern ihre Heimatstadt – entsprechend wolle sie Politik „offen, lösungsorientiert und menschlich“ machen. Inhaltlich setzt Pfeifer unter anderem auf gute Bildung, verlässliche Kitas und Schulen sowie mehr Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Konflikte wie zuletzt rund um den Bürgerentscheid zum Spielplatz Kieler Straße will sie durch frühere und ernsthafte Einbindung der Stadtgesellschaft vermeiden.
Die Kreisvorsitzenden der Schweriner LINKEN, Sarah Tieding und Daniel Trepsdorf, sprechen von einem „klaren sozialen Kompass“ der Kandidatin. Wer Schwerin voranbringen wolle, müsse den Blick auf Inhalte statt auf Parteitaktik richten und Brücken bauen, statt Gräben zu vertiefen, so die Botschaft. Die gemeinsame Kandidatur sei ein „folgerichtiger Schritt“ für eine Politik, die die Stadt nicht spalte, sondern verbinde.
Pfeifer verweist auf ihre Doppelperspektive als studierte Diplom-Sozialverwaltungswirtin und erfahrene Parlamentarierin. Sie kenne sowohl die Abläufe in der Verwaltung als auch die Erwartungen der Einwohnerinnen und Einwohner. Als Oberbürgermeisterin könne sie „für das Zusammenleben in Schwerin mehr erreichen und besser zum Schutz der Demokratie beitragen“ als im Landtag, begründet sie ihre Entscheidung, für das Amt anzutreten.
Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Bewerbung liegt auf Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik. Eine soziale Stadt brauche eine stabile Wirtschaft, sagt Pfeifer. Sie will Unternehmen mit klaren Ansprechpersonen in der Verwaltung, besserer Vernetzung und gemeinsamen Strategien unterstützen. Gute Arbeitsplätze seien aus ihrer Sicht Voraussetzung für Würde und Zukunftsperspektiven in der Stadt.
Als Frau an der Stadtspitze kündigt sie zudem einen „neuen Ton“ im Rathaus an: Entscheidungen müssten erklärt und nachvollziehbar gemacht werden, Verwaltung transparenter und bürgernäher arbeiten. Schwerin solle als friedliche, tolerante und weltoffene Landeshauptstadt wahrgenommen werden – und sie wäre gern „das Gesicht dieser Stadt“. In den nächsten Wochen will die SPD die inhaltlichen Schwerpunkte der Kandidatur weiter ausarbeiten und mit den Menschen in den Stadtteilen ins Gespräch kommen.
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