(red/stm)
Schwerin will seine Städtepartnerschaften stärker beleben. Doch zur Jahresmitte 2026 zeigt sich: Vieles befindet sich noch in Vorbereitung. Die Stadt hat nach eigenen Angaben zwar erste Schritte eingeleitet, konkrete neue Austauschformate, Jugend- oder Schulreisen sind bislang aber noch nicht fest geplant.
Das Konzept zur Förderung der Städtepartnerschaften war im Oktober 2025 vorgelegt worden. Ziel ist es, die Kontakte zu Partnerstädten sichtbarer zu machen, mehr Vereine, Schulen und junge Menschen einzubinden und den Austausch langfristig besser zu organisieren. Hintergrund war ein Beschluss der Stadtvertretung vom März 2025.
Nach Auskunft der Stadt wird das Thema derzeit im Büro des Oberbürgermeisters bearbeitet.
Bestandsaufnahme läuft noch
Ein zentraler Punkt des Konzeptes ist eine Bestandsaufnahme bestehender Kontakte und Projekte. Diese sollte laut Zeitplan bis zum 30. Juni 2026 erfolgen. Nach Angaben der Stadt wird diese Erhebung derzeit finalisiert. Angeschrieben wurden unter anderem Schulen, kulturelle Einrichtungen und Sportvereine. Noch liegen aber nicht alle Rückmeldungen vor.
Damit bleibt offen, welche Kontakte tatsächlich bestehen, wo bereits Austausch stattfindet und wo Unterstützung benötigt wird.
Wuppertal, Vaasa und Växjö besonders aktiv
Als derzeit besonders aktive Städtepartnerschaften nennt die Stadt Vaasa, Växjö und Wuppertal. Eine Delegationsreise nach Vaasa steht an, außerdem würden mehrere Projekte im Rahmen der Partnerschaft mit Wuppertal unterstützt. Konkrete Austauschformate mit Wuppertal und Vaasa befinden sich laut Verwaltung noch in Vorbereitung oder Abstimmung.
Jugend- oder Schulreisen seien aktuell noch nicht konkret geplant. Der Kinder- und Jugendrat sowie der Stadtschülerrat würden bei Delegationsreisen aber angefragt, ob Interesse an Mitwirkung oder Teilnahme bestehe.
Fördermittel für Sportprojekt beantragt
Im Bereich Fördermittel wurde nach Angaben der Stadt das Projekt „International Tricolor Sport Games 2027“ über das Erasmus+ Sport Programm beantragt. Es soll in Reggio Emilia stattfinden und steht im Zusammenhang mit dem Projekt „Sport4Well“. Dabei arbeitet die Stadt mit dem Stadtsportbund zusammen.
Für Städtepartnerschaften stehen laut Konzept jährlich 20.000 Euro zur Verfügung. Die bisherigen Ausgaben bewegen sich nach Angaben der Stadt im mittleren vierstelligen Bereich. Eine abschließende Prüfung stehe noch aus.
Noch keine neuen Arbeitsgruppen
Neue konkrete Kooperationen, Arbeitsgruppen oder Beteiligungsformate wurden seit Veröffentlichung des Konzeptes bislang noch nicht formal gestartet. Die Stadt geht aber davon aus, dass sich aus der laufenden Bestandsabfrage weitere Projekte ergeben.
Damit steht Schwerins Städtepartnerschaftsarbeit zur Jahresmitte 2026 vor allem an einem Punkt: Die Grundlagen werden sortiert. Ob daraus tatsächlich mehr Austausch, mehr Jugendbeteiligung und mehr Sichtbarkeit entstehen, wird sich erst in den kommenden Monaten zeigen.












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