(stm/red/PM)
In Schwerin sind noch Ausbildungsplätze frei. Gleichzeitig haben vier von fünf arbeitslosen Menschen unter 25 Jahren keinen Berufsabschluss. Die IG BAU fordert Jugendliche auf, jetzt noch nach einem Ausbildungsplatz zu suchen. Wer im August noch keinen Ausbildungsplatz hat, muss das Ausbildungsjahr noch nicht abschreiben. Nach Angaben der IG Bauen-Agrar-Umwelt sind in Schwerin derzeit 198 Ausbildungsplätze unbesetzt, davon 19 im Baugewerbe.
Gleichzeitig haben nach Angaben der Arbeitsagentur 83 Prozent der arbeitslosen Unter-25-Jährigen in Schwerin keinen Berufsabschluss.
Für Klaus-Peter Tiedemann, Vorsitzender der IG BAU Mecklenburg, ist das ein Grund, jetzt noch einmal aktiv zu werden. „Mit einer Ausbildung in der Tasche“ seien die beruflichen Aussichten besser. Auch nach dem offiziellen Ausbildungsstart würden Betriebe noch Bewerber aufnehmen.
Viele Plätze – aber nicht jeder passt auf jede Stelle
Die nackten Zahlen zeigen allerdings noch nicht, warum freie Ausbildungsplätze und junge Arbeitslose nicht automatisch zusammenfinden. Ein Ausbildungsplatz im Handwerk hilft einem Jugendlichen wenig, wenn der gewünschte Beruf in Schwerin nicht angeboten wird. Dazu kommen Anforderungen wie Schulabschluss, Mobilität oder fehlende Grundqualifikationen. Deshalb empfiehlt die Gewerkschaft, sich beraten zu lassen und direkt bei Betrieben nachzufragen. Auch ein Praktikum könne ein Einstieg sein.
Wer noch sucht, sollte deshalb tatsächlich nicht bis zum nächsten Ausbildungsjahr warten. Die Jugendberufsagentur und die Agentur für Arbeit beraten zu freien Stellen und passenden Ausbildungswegen. 198 freie Ausbildungsplätze stehen in Schwerin aktuell 83 Prozent arbeitslosen Unter-25-Jährigen ohne Berufsabschluss gegenüber. Beides gleichzeitig ist eine Zahl, bei der sich ein genauerer Blick lohnt.
















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