Was passiert gerade auf Kaspelwerder? Stadt will wohl Pachtverträge kündigen.

(stm/red)

Auf Kaspelwerder könnte sich im kommenden Jahr einiges ändern. Noch ist davon öffentlich kaum etwas zu sehen. Doch nach www.schwerin.news vorliegenden Informationen soll der Werkausschuss des Zentralen Gebäudemanagements in seiner kommenden Sitzung eine weitreichende Entscheidung zum bisherigen Pachtverhältnis treffen.

Nach http://www.schwerin zugetragen Informationen soll das bestehende Pachtverhältnis mit den derzeitigen Pächtern zum 31. Dezember 2027 ordentlich gekündigt werden. Danach soll die Freizeitanlage neu ausgeschrieben werden. Warum? Das ZGM nennt unter anderem den bisherigen Pachtzins, offene Fragen bei Zuständigkeiten und Unterhaltung sowie nicht näher benannte Probleme bei der Einhaltung vereinbarter Fristen.

Besonders interessant wird es bei der Frage, was danach kommt. Denn die bisherigen Pächter sollen offenbar keineswegs außen vor bleiben. Sie dürfen sich bei der Neuausschreibung erneut bewerben. Warum dies extra erwähnt wird, erschließt sich nicht. Bewerben kann sich generell immer wer will. Die Stadt will also offenbar nicht einfach einen Betreiber loswerden – sondern den bisherigen Vertrag beenden und die Karten anschließend völlig neu mischen.

Dabei geht es auch um Geld und um eine Steganlage. Nach Angaben des ZGM hatten die Pächter unter anderem verlangt, dass die Stadt eine umfassende Grundsanierung der bestehenden Steganlage übernimmt. Genau dazu soll das ZGM nicht bereit sein. Eine solche Sanierung sei weder im bisherigen noch in einem künftigen Pachtverhältnis vorgesehen.

Der Badebetrieb soll davon zunächst nicht betroffen sein. Die Kündigung soll erst zum Ende des Jahres 2027 wirksam werden, damit die Saison 2027 noch durchgeführt werden kann. Anschließend soll Kaspelwerder neu ausgeschrieben werden. Pachtzins, Betreiberpflichten, Unterhaltung und Verantwortlichkeiten sollen dabei offenbar deutlich verbindlicher geregelt werden.

Und noch ein Punkt steckt in der Vorlage, der über den eigentlichen Pachtvertrag hinausgeht: Das ZGM will mit der Landesgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH über eine langfristige Sicherung der derzeit angemieteten Flächen verhandeln. Es geht damit offenbar nicht nur um einen neuen Vertrag mit einem Betreiber, sondern um die grundsätzliche Zukunft der Freizeitanlage.

Was genau hinter den bisherigen Gesprächen steckt und welche Positionen dabei aufeinandergetroffen sind, dürfte damit spätestens im Werkausschuss zum Thema werden. Öffentlich beraten wird darüber allerdings nicht – zumindest zunächst nicht.

http://www.schwerin.news wird in den kommenden Tagen bei den Pächtern nachfragen und dann gegebenenfalls erneut berichten.


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