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Schwerins OB kritisiert Deutsche Bahn: Erneute Verschlechterungen im Fernverkehr nicht hinnehmbar
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Auf die Ankündigung der Deutschen Bahn, für drei ICE-Verbindungen aus Mecklenburg-Vorpommern, die auch über Schwerin führen, den Halt am Hamburger Hauptbahnhof bis Dezember zu streichen, hat Oberbürgermeister Sebastian Ehlers mit Kritik und Unverständnis reagiert. Für Reisende aus der Landeshauptstadt würde damit ein wichtiger Umstieg im Fernverkehr wegfallen.

„Der Wegfall des Umstiegs am Hamburger Hauptbahnhof für täglich drei ICE-Verbindungen stellt für die Landeshauptstadt eine erhebliche Verschlechterung der Anbindung an den Fernverkehr dar“, so Ehlers. „Hier wiederholt sich, was schon bei den Bauverzögerungen bei der Generalsanierung der Bahnstrecke Hamburg–Berlin und beim angekündigten Wegfall der frühen ICE-Verbindung nach Hamburg zu beobachten war: Wir werden ohne Vorwarnung vor vollendete Tatsachen gestellt, um Verschlechterungen kurzfristig durchzudrücken.“

Die Qualität des Angebots im Fernverkehr sei von großer Bedeutung für die Attraktivität der Landeshauptstadt und stelle einen relevanten Standortfaktor dar.

„Deshalb ist es nicht hinnehmbar, dass Schwerin, Rostock, Stralsund und andere Städte in Mecklenburg-Vorpommern von schnellen Bahnverbindungen über den Knotenpunkt Hamburg abgekoppelt werden“, so der Oberbürgermeister.

Damit wiederholt sich ein Muster aus diesem Jahr. Bereits im Mai 2026 hatte die Deutsche Bahn zwei frühe ICE-Verbindungen von Rostock über Schwerin nach Hamburg gestrichen – eine Folge der monatelangen Generalsanierung der Strecke Hamburg–Berlin. Seitdem startet der erste ICE aus Schwerin in Richtung Hamburg erst um 8:06 Uhr. Bereits im Januar hatte die Stadtvertretung parteübergreifend einen Dringlichkeitsantrag beschlossen, der die Erhaltung früher Verbindungen forderte. Das Land Mecklenburg-Vorpommern zahlt zudem rund zwei Millionen Euro jährlich, um eine Frühverbindung zu sichern.

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Quelle: Stadt Schwerin (schwerin.de)

Titelbild: Schwerin Hauptbahnhof. Foto: Clic (CC BY-SA 4.0), via Wikimedia Commons.

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(red)

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