In Neu Zippendorf soll rund um den Berliner Platz ein neues Wohnquartier entstehen. Dafür ist jetzt ein wichtiger Schritt erfolgt: Die Erschließungsarbeiten für den ersten Bauabschnitt des Bebauungsplans Nr. 111 wurden an die Schweriner TuK – Tief- und Kulturbau GmbH vergeben. Das Auftragsvolumen beträgt rund 2,38 Millionen Euro.
Laut Vergabebekanntmachung ist der Vertragszeitraum vom 26. Oktober 2026 bis zum 26. September 2028 vorgesehen. Dass der Vertrag Ende Oktober beginnt, bedeutet allerdings nicht automatisch, dass an diesem Tag die Bauarbeiten auf der Baustelle starten.
Straßen, Kanäle und Versorgungsleitungen
Bevor die geplanten Wohnungen entstehen können, müssen die Grundstücke an die notwendige Infrastruktur angeschlossen werden. Der Auftrag umfasst deshalb nicht nur den Straßenbau, sondern auch Erdarbeiten, Entwässerungsanlagen und die Verlegung von Versorgungsleitungen.
Dazu gehören unter anderem Anlagen für Trinkwasser, Fernwärme, Strom und Telekommunikation. Auch die Straßenbeleuchtung ist Teil der Erschließung. Zu den betroffenen Bereichen zählen die Rostocker Straße und die Magdeburger Straße sowie weitere Erschließungsanlagen im Quartier.
Die Arbeiten sind in mehreren Ausbaustufen vorgesehen: Auf vorbereitende Arbeiten und den Unterbau sollen die endgültigen Straßenoberflächen und die weitere Ausstattung folgen. Ein verbindlicher Fertigstellungstermin für das gesamte Wohnquartier ist damit nicht festgelegt.
370 Wohnungen am Berliner Platz
Die Grundlage für das Vorhaben bildet der Bebauungsplan Nr. 111 „Wohnquartier Neu Zippendorf – Am Berliner Platz“. Er ist seit dem 8. Dezember 2023 rechtskräftig. Im Juli 2026 wurde auch die Neuordnung der Grundstücke mit dem Umlegungsplan unanfechtbar.
Für den ersten Schritt plant die städtische Wohnungsgesellschaft WGS nach Angaben der Stadt 370 Wohnungen mit insgesamt rund 25.000 Quadratmetern Wohnfläche. Das Investitionsvolumen wird mit 77 Millionen Euro angegeben. Auch Sozialwohnungen sind vorgesehen.
Das neue Quartier soll nicht allein aus Wohnhäusern bestehen: Rund um den Berliner Platz sind ergänzende Nutzungen und öffentliche Räume vorgesehen – Grünflächen, Wege und die Verbindung mit dem bestehenden Straßennetz. Mit der Vergabe des Erschließungsauftrags rückt das Vorhaben von der Planung näher an die praktische Umsetzung.
Drei Straßen heißen künftig Europapromenade
Auch der Name für einen Teil des neuen Quartiers steht fest: Der Hauptausschuss hat kürzlich beschlossen, die Planstraße A des Bebauungsplans sowie zwei von der Hamburger Allee dorthin führende Straßen als „Europapromenade“ zu benennen.
Der Antrag wurde mit zehn Ja-Stimmen, ohne Gegenstimme und ohne Enthaltung angenommen. Die Begründung verweist auf Schwerins Städtepartnerschaften, europäische Fördermittel und den UNESCO-Welterbetitel für das Residenzensemble. Zudem gibt es in Neu Zippendorf bereits Straßen, die nach europäischen Städten benannt sind.
Die Benennung soll allerdings erst im zeitlichen Zusammenhang mit der erstmaligen Herstellung der Erschließungsanlagen erfolgen. Der politische Beschluss über den Namen ist gefasst; die Umsetzung wird mit dem Baufortschritt abgestimmt.
Damit werden am Berliner Platz zwei Entwicklungen konkret: Die technische Erschließung des neuen Wohnquartiers ist vergeben, und für einen Teil der künftigen Straßen gibt es bereits einen Namen. Wann die ersten Wohnungen bezugsfertig sein werden, lässt sich aus den bisher veröffentlichten Angaben noch nicht sicher bestimmen.
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Quellen: Vergabebekanntmachung der Landeshauptstadt Schwerin; Beschlussunterlagen der Stadtvertretung
Titelbild: Blick über den Berliner Platz in Neu Zippendorf. Foto: Tozina (CC BY-SA 4.0), via Wikimedia Commons.
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(red)


















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