(red)
Für 636.000 Euro zeigt das Schweriner Planetarium ab dem 30. Oktober mehr als Sterne: Oberbürgermeister Sebastian Ehlers weiht an diesem Tag das neue digitale 360-Grad-Projektionssystem ein. 526.000 Euro überweist das Innenministerium Mecklenburg-Vorpommern dem Haus als Sonderbedarfszuweisung, rund 110.000 Euro legt die Stadt nach. Von jedem Euro der Investition trägt das Land mehr als 80 Cent.
Bisher warf ein optisch-mechanischer Zeiss-Projektor den Sternenhimmel an die acht Meter große Kuppel, seit 1984. Das Gerät bleibt eingebaut. Das digitale System ergänzt es und bespielt erstmals die gesamte Kuppelfläche. Besucherinnen und Besucher können sich im Rundumbild von der Erde lösen, durchs Sonnensystem reisen und in die Tiefen der Galaxie tauchen.
Kulturdezernent Silvio Horn ordnet die Summe ein: „Wir investieren in die Neugier unserer Kinder.“ Neben der Astronomie sollen künftig auch andere Themen unter die Kuppel kommen, etwa der Klimawandel und die Zusammenhänge auf der Erde. Schulen, Erwachsenenbildung und Kulturveranstaltungen sollen profitieren.
Den Betrieb hält die Volkshochschule. Sternwarte und Planetarium führt sie seit 1992, seit dem Jahr 2000 arbeitet der Astronomische Verein mit, seine Mitglieder kümmern sich ehrenamtlich um Programm und Publikum. Ehlers nennt die Partnerschaft eine „wichtige Grundlage für den Erfolg“ dieser besonderen Einrichtung.
Was der Betrieb des Systems künftig kostet und ob Eintrittspreise steigen, sagt die Pressemitteilung nicht. Für das Programm heißt das: Nach der Feier beginnt erst einmal die Einarbeitung. Neue Planetariumsshows sind erst ab 2027 geplant.
Einen ersten Eindruck gibt es am 7. November: Um 14 und um 16 Uhr öffnet die Kuppel für zwei öffentliche Sondervorführungen. Alle, die hinwollen, brauchen eine E-Mail: Ab dem 3. November nimmt Gabriele Arndt Anmeldungen ausschließlich unter planetarium-sn@web.de entgegen. Ein Online-Formular gibt es nicht, die Plätze sind begrenzt.
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Quelle: Stadt Schwerin (schwerin.de)
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