(stm)
Die „Letzte Generation“ sorgt regelmäßig mit ihren Aktionen und Protestformen für Aufsehen in der Öffentlichkeit. Nun gibt es auch in der Landeshauptstadt Schwerin eine Gruppe die sich bereits am 1. November 2023 der Öffentlichkeit vorstellen möchte.
Bereits am Samstag gab es eine kleine Aktion vor dem Sitz der Ministerpräsidentin Schwesig. Dabei wurde der Verkehr allerdings nicht eingeschränkt. Es sei eine symbolische Aktion gewesen, um zu zeigen, dass es auch in Schwerin Menschen gibt, die sich unter dem Label „Letzte Generation“ engagieren werden.
Welche Aktionsformen in Schwerin geplant sind, dazu gab es noch keine Informationen. Dies könnte allerdings Thema werden, und zwar auf dem Treffen am 1. November 2023, in der Severinstraße 28.
Dorthin lädt die „Letzte Generation Schwerin“ dann zu um 19 Uhr zu einem Vortragsabend ein, auf dem sie sich und ihre Ziele und Beweggründe vorstellen und erklären wollen. Die Piratenpartei, den den Raum als Hauptmieter nutzt, stellt den Raum an dem Abend für den Vortrag zur Verfügung.
In einer Einladung die via Email verschickt wurde heisst es:
Sie stören unseren Alltag. Kleben sich auf Autobahnen fest, bringen Flughäfen zum Stillstand und markieren Parteizentralen sowie Symbole des Luxus wie Superyachten mit orangener Warnfarbe.
Doch was treibt die engierten Bürger*innen bei der Gruppe Letzte Generation an?
Antwort auf diese Frage und wie wir in Zeiten der Klimakrise Verantwortung übernehmen können Sie am:
01.11.2023, 19:00 in der Severinstraße 28 (Pirateninsel) hören.
Seit Frühjahr 2021 macht die Gruppe Letzte Generation mit zahlreichen Protesten auf den Verfassungsbruch der Bundesregierung (Art. 20 a GG) sowie die Zuspitzung der Klimakatastrophe aufmerksam.
Denn die Klimakatastrophe kommt längst bei uns an. Flutkatastrophen, Waldbrände und andere Extremwetter nehmen zu. Was bedeutet das für unsere Zukunft?
Wie können wir unsere Demokratie und unseren Sozialstaat schützen?
Eine offene Einladung an alle, die sich für unsere Lebensgrundlage und Fortbestehen interessieren oder einsetzen möchte.
Die Letzte Generation schreibt weiter auf einer Facebook Veranstaltungsseite:
„In Zeiten von Hungerkatastrophen, tödlicher Hitze und Wassernotstand sind wir gezwungen, uns zu entscheiden. Entweder wir reduzieren unseren Ausstoß von Treibhausgasen sofort drastisch oder das wird unser neuer Alltag. Wir dürfen nicht länger zuschauen, wie die Bundesregierung unsere Lebensgrundlagen zerstört. Die Klimakatastrophe verschärft sich immer weiter: Wälder brennen, Flüsse trocknen aus und Ernten werden durch immer neue Hitzewellen vernichtet. Wir müssen dieses radikale Weiter-so durchbrechen! Wir stehen vor der größten Bedrohung der Menschheit in ihrer Geschichte und müssen uns entscheiden, wie UN-Generalsekretär António Guterres sagt „zwischen kollektivem Handeln und kollektivem Selbstmord“. Komm zu unserem Vortrag! Bei dieser Veranstaltung erfährst du, wo wir stehen und was du tun kannst! Wir freuen uns schon dich kennenzulernen.“

Meinung:
Vor ein paar Tagen haben wir bei http://www.schwerin.news die Frage gestellt, ob Schwerin eine Protestbewegung wie die „Letzte Generation“ gebrauchen könnte. Die Proteste gegen Nordumgehung, Schließung der Paulshöhe, Abriss des Spielplatzes in Lankow, Verkauf von kommunalen Eigentum (1100 WGS Wohnungen weg) waren in den letzten Jahren stets „sehr friedlich“ verlaufen. Etwas mehr Pepp kann die Protestszene in Schwerin gewiss verkraften.
Viel zu oft werden „Beschlüsse“ von der Stadtpolitik getroffen, die dann nicht beachtet werden. Etwas Nachdruck von der Straße kann da nicht schaden.
Wir wollen jetzt niemanden auf blöde Ideen bringen, aber der Landtag, dass Schweriner Schloss ist quasi nur über eine einzige Zufahrt erreichbar. (Sarkasmusalarm)
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