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Scheiße, Banane, Super, Schwachsinn: Was ist da denn bei der Landtagswahl los?

(red/stm)

Wer einen Blick auf die jüngst von der Landeswahlleitung veröffentlichten Beteiligungsanzeigen zur Landtagswahl 2026 wirft, könnte zunächst an einen Scherz glauben.

Neben bekannten Parteien und politischen Vereinigungen finden sich dort Namen wie „Alternative Scheiße für Deutschland“, „Bananen für Deutschland“, „Superlative für Deutschland“ oder schlicht „Schwachsinn“. Auch Kürzel wie „NSAfD“ und „NSAfDP“ tauchen in der Liste auf.

Die Frage drängt sich auf: Ist das ein schlechter Witz – oder tatsächlich ernst gemeint?

Die kurze Antwort lautet: Das weiß derzeit noch niemand.

Denn die jetzt veröffentlichte Liste zeigt lediglich, welche Vereinigungen fristgerecht ihre Beteiligung an der Landtagswahl angezeigt haben. Damit ist noch längst nicht entschieden, ob diese Gruppierungen tatsächlich zur Wahl zugelassen werden oder jemals auf einem Stimmzettel erscheinen.

Genau dafür gibt es den Landeswahlausschuss. Dieser prüft in einer öffentlichen Sitzung am 18. Juni, ob die jeweiligen Vereinigungen überhaupt die Voraussetzungen erfüllen, um als Partei im Sinne des Wahlrechts anerkannt zu werden.

Tatsächlich zeigt die kuriose Liste vor allem eines: Das deutsche Wahlrecht setzt bewusst auf niedrige Einstiegshürden. Wer eine politische Vereinigung gründen möchte, kann zunächst eine Beteiligungsanzeige einreichen. Erst anschließend wird geprüft, ob dahinter tatsächlich eine ernsthafte politische Organisation steht.

So entsteht eine bemerkenswerte Mischung aus etablierten Parteien, politischen Neugründungen, Kleinstparteien und offenbar satirisch gemeinten Projekten.

Während Namen wie Volt, die Partei der Humanisten, die Piratenpartei oder die Freien Wähler vielen politisch Interessierten bekannt sein dürften, sorgen andere Einträge eher für Stirnrunzeln – oder ein Schmunzeln.

Ob hinter „Bananen für Deutschland“ tatsächlich politische Ambitionen stehen oder lediglich ein kreativer Test der Belastbarkeit deutscher Wahlbehörden, wird sich möglicherweise schon in wenigen Tagen zeigen.

Bis dahin bleibt festzuhalten: Nicht jede Vereinigung, die sich anmeldet, landet am Ende auch auf dem Wahlzettel. Und manchmal bietet selbst das Wahlrecht Stoff für Schlagzeilen, die eher an eine Satirezeitschrift erinnern als an eine amtliche Bekanntmachung.

Hier kann die Liste der Beteiligungsanzeigen eingesehen werden:

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