Mandy Pfeifer will Stadtpräsidentin werden – erste bestätigte Kandidatur für Ehlers-Nachfolge

(red/stm)

Die Nachfolge von Sebastian Ehlers an der Spitze der Schweriner Stadtvertretung nimmt Gestalt an: Mandy Pfeifer hat am Montagabend öffentlich erklärt, für das Amt der Stadtpräsidentin kandidieren zu wollen. Damit steht die erste Kandidatin für die Neuwahl fest, die nach dem angekündigten Rückzug von Ehlers aus dem Amt erforderlich wird.

Pfeifer war bei der Oberbürgermeisterwahl gegen Sebastian Ehlers angetreten und unterlag ihm in der Stichwahl. Ehlers gewann diese mit 54,0 Prozent der Stimmen, Pfeifer kam auf 46,0 Prozent. Auf Ehlers entfielen 17.202 Stimmen, auf Pfeifer 14.645.

In ihrer Erklärung über Social Media verweist Pfeifer ausdrücklich auf die Zeit nach der OB-Wahl. Viele Menschen seien auf sie zugekommen und hätten sich ein „Duo Ehlers/Pfeifer“ an der Stadtspitze gewünscht. Ihr Ziel in der OB-Wahl sei gewesen, die Parteien der Mitte wieder näher zusammenzubringen. Dies wolle sie nun auch als Stadtpräsidentin weiter voranbringen.

Politisch ist die Kandidatur durchaus bemerkenswert. Pfeifer macht damit deutlich, dass sie nach der verlorenen OB-Wahl nicht in die zweite Reihe zurücktritt, sondern eine zentrale Rolle in der Schweriner Kommunalpolitik beansprucht. Zugleich setzt sie ein Signal in Richtung Zusammenarbeit mit dem künftigen Oberbürgermeister Sebastian Ehlers – zumindest auf institutioneller Ebene.

Das Amt der Stadtpräsidentin beziehungsweise des Stadtpräsidenten ist die Spitze der Stadtvertretung. Wer gewählt wird, leitet künftig die Sitzungen des Kommunalparlaments, repräsentiert die Stadtvertretung nach außen und nimmt eine wichtige moderierende Rolle zwischen den politischen Lagern ein.

Pfeifer erinnert in ihrer Erklärung auch daran, dass sie bei der vergangenen Stadtpräsidentenwahl zurückgezogen habe, damit die Spitze des Parlaments „in der Mitte“ bleibe. Dieses Mal wolle sie antreten. Die Entscheidung liegt nun bei der Stadtvertretung. Am 29. Juni, unter Tagesordnungspunkt zwei wird sich zeigen, ob Pfeifers Angebot auf eine politische Mehrheit trifft – oder ob weitere Kandidaturen folgen.


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